Aktuelles 2006

 Aktuelles vom Verein 2006
(Berichte zum 100-jährigen Vereinsjubiläum siehe hier)

Auf der Internetseite des Regensburger Christkindlmarktes können Sie sich bereits einstimmen auf unser nächstes – und für das Jubiläumsjahr letztes – event:
Es ist soweit: Der Christkindlmarkt 2006 auf dem Neupfarrplatz steht an. Vom 30. November bis zum 23. Dezember 2006 weihnachtet es wieder rund um die Neupfarrkirche. Der Duft von Glühwein, Zimtsternen und gerösteten Maroni zieht durch die Stadt, die Gassen und Plätze in der Altstadt erstrahlen in vorweihnachtlichem Lichterglanz. Ganz klar – mindestens einmal muß ein jeder auf den Christkindlmarkt – ein Glas Punsch, eine Knackersemmel „mit allem“ – das gehört einfach zu Weihnachten!
Auf diesen Seiten finden Sie Informationen und Wissenswertes rund um den Christkindlmarkt, auch für Spaß und Vergnügen ist gesorgt: Senden Sie Ihren Freunden eine SMS oder eCard, verabreden Sie sich über das Internet oder blättern Sie in unserer Bildergalerie!
Wir wünschen viel Vergnügen auf diesen Seiten!

Soweit der einführende Text auf der
Christkindlmarkt-Seite von Regensburg (Datum aktualisiert).

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Wie Hochleistungsbetrieb: Eindringliches Plädoyer für Bienen
Bienenkundler Waltenberger zeigte in Rohrbach Film

Rohrbach (pat) Nicht nur für Imker, genauso für Gartler war der Bienenvortrag gedacht, den Donat Waltenberger beim Obst- und Gartenbauverein Rohrbach vor etwa 40 Zuhörern hielt. Der Bienenkundler und -filmer kam am Abend seines 76. Geburtstags nach Rohrbach, wurde vom Vorsitzenden Rudi Kellermann daher besonders herzlich begrüßt und mit einem Geschenkkorb bedacht.

Danach widmete sich Waltenberger mit Inbrunst seiner großen Leidenschaft, der „Bienen in der Obhut des Menschen“. So waren sein Vortrag und auch der anschließende Film betitelt. Für zwei Stunden entführte Waltenberger seine Zuhörer in die Welt der Insekten. Seit seinem neunten Lebensjahr beschäftigt sich der Allgäuer mit Bienenvölkern. Von seinen Eltern und seinem Lehrer erhielt er erste Einweisungen, wodurch er schnell vom Lausbub zum begeisterten Imker mutierte. Die Leidenschaft ließ ihn nicht mehr los, was sich alleine darin äußert, dass er seit 45 Jahren ununterbrochen Kreisvorsitzender der Imker im Unterallgäu ist. Seine Reputation reicht weit über die Landesgrenzen hinaus, da er sich als Bienenfilmer etliche Preise sichern konnte. So gab er sich auch in Rohrbach seinem Lieblingsthema voll und ganz hin: dem Beobachten von Bienen. In ihren „gelben Höschen“ transportieren sie das Wertvollste, was die Natur zu bieten hat: die Pollen, reines Eiweiß. Nicht nur zum Bestäuben von Blüten sind die fleißigen Insekten gern gesehen. Sie werfen auch zahlreiche Produkte ab, die für den Menschen wertvoll sind: Pollen, Honig, Propolis und Wachs.

„Bienenvölker sind wie moderne Hochleistungsbetriebe organisiert“, sagte Waltenberger. „Erfolgreiche Unternehmen sind das, mit bis zu 50 000 Mitarbeitern.“ So groß kann ein Volk werden, deren Mutter, die Königin, durch das Ausschütten von Hormonen für den inneren Antrieb der Arbeiterinnen und Drohnen sorgt. Er ging auf Wind- und Insektenblütler ein, die beiden Fortpflanzungsformen in der Pflanzenwelt. Als Transporteure für die Insektenblütler haben sich die Bienen am weitesten entwickelt. Der Mensch hat das früh erkannt. Nach Zeiten der Ausbeutung ging er bereits in der Antike dazu über, Bienen zu pflegen und zu schützen. Erst im 18. Jahrhundert wurde allerdings ihre Wichtigkeit für die Bestäubung erkannt. „Damit entstanden auch die ersten Imker, 1866 die ersten Vereine“, so Waltenberger.
Im Moment nimmt die Zahl der Bienen, der Völker und der Imker allerdings rapide ab. „Wir müssen alles dafür tun, den Bestand zumindest auf dem jetzigen Niveau zu erhalten“, forderte der Bienenkundler alle auf, entsprechenden Nachwuchs heranzuziehen. Sonst droht vielleicht doch bald ein Szenario, das schon Albert Einstein befürchtete: „Wenn die Bienen auf der Erde verschwinden, verschwindet bald auch der Mensch.“  Fotos
Erschienen im Pfaffenhofener Kurier vom 19.10.2006, S. 29
Siehe dazu auch „Bienen – einfach bestechend“ (PDF)

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Vortrag und Film
von Donat Waltenberger aus Mindelheim am 14. Oktober 2006 im
Sportheim in Rohrbach.
Beginn 19:00 Uhr.   Eintritt frei

Vortrag und Film: Bienen als Bestäuber in der Obhut des Menschen Filmreportage über die Wechselbeziehungen zwischen Pflanzen und den sie bestäubenden Honigbienen. Faszinierende Momentaufnahmen eines Bienenjahres legen Zeugnis ab vom Prinzip der Lebenserhaltung und der Harmonie der Schöpfung (StMLF, Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau, Buga 2005, 21. Juli).

Achtung Lokal-Änderung! Entgegen unserer bisherigen Ankündigung findet die Veranstaltung im Sportheim des TSV in Rohrbach statt.

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Pflanzenbörse am 07. Oktober. Am Samstag, den 7.10. findet wieder unsere Pflanzenbörse am Rathausplatz statt. Im zweijährigen Turnus veranstalten die Gartenbauvereine Rohr/Gambach und Fahlenbach gemeinsam mit dem Obst- und Gartenbauverein Rohrbach einen Pflanzenbasar, bei dem Pflanzen und Gewächse angeboten werden.
Das „Material“ stammt von den heimischen Gärten, in denen ausgelichtet wurde. Angeboten werden die Pflanzen für eine kleine Schutzgebühr, die dem veranstaltenden Verein (heuer: OGV Rohrbach) zugute kommt.

Wenn Sie auch Pflanzen aus Ihrem Garten beisteuern können, wären wir alle recht dankbar. Beachten Sie dabei bitte dass die Ware beschriftet ist (Art der Pflanze, evtl. Blütenfarbe, Wuchshöhe, Standort, soweit möglich).
Anlieferung ab 8:30 Uhr, die Pflanzenbörse ist von 9:00 bis 11:00 am Rathausplatz in Rohrbach.

Auch der eine oder andere kulinarische Leckerbissen wird serviert.
Fotos

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Ehrungen Im Jahre 1981 – der Obst- und Gartenbauverein feierte in diesem Jahr sein 75. Vereinsjubiläum – hat unser Gerätewart Siegfried Schwarzmeier 100 neue Mitglieder geworben. Von diesen 100 Mitgliedern sind bis heute noch 49 im Verein. Bei einer so großen Anzahl zu ehrender Mitglieder hielt es die Vereinsleitung für  angebracht, eine eigene Feierstunde für die Verleihung der Silbermedaillen anlässlich der 25-jährigen Vereinsmitgliedschaft einzurichten. Freundlicherweise hat uns unser Schirmherr, Bürgermeister Dieter Huber, den Rathaussaal dafür als würdigen Rahmen zur Verfügung gestellt. Die Ehrung fand am 16. September statt, anschließend an diese Feierstunde wurde eine Fotoausstellung eröffnet, die Aufnahmen aus den vergangenen 50 Jahren zeigte (aus der Zeit vor 1953 sind keine Fotoaufnahmen vorhanden). Volle zwei Wochen war diese Ausstellung für interessierte Bürger geöffnet. Fotos

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„Weihbuschen“ zu Maria HimmelfahrtIm Jahre 1880 hat Pfarrer Kneipp am 15. August seine berühmte „Kräuterpredigt“ in der Pfarrkirche von Oberkammlach gehalten.

Neun Kräuter des „Weihbuschen“, der an „Maria Himmelfahrt“ in den Kirchen geweiht wird, hat er dabei besonders hervorgehoben.

Siehe dazu unsere Seite „Weihbuschen

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Ruhebank am Gedenkkreuz nimmt Gestalt an. Nachdem die von der Vorstandschaft ausgesuchte Ruhebank endlich geliefert wurde, konnten unser Landschaftsgärtner Andreas Dembowski mit Josef Ehrl und Anton Merkl am 29.7. die Fundamente für die geplante Ruhebank betonieren.

Am 5. August konnte die Bank dann endgültig montiert werden. Fotos

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Am 1. August durften 23 Kinder der Gemeinde Rohrbach im Rahmen des Ferienpasses mit dem Obst- und Gartenbauverein nach Echendorf (Riedenburg)  fahren zum dortigen Bauernhofmuseum.
Nach der Ankunft zeigte uns der Besitzer erst mal seinen Viehstall, in dem ein paar Kühe, ein Pferd, zwei Ziegen und ein Hasenpaar mit Jungen anzusehen und anzufassen waren.
Die erste Aktivität für Kinder war dann die Kletterwand, die – farblich markiert – verschiedene Schwierigkeitsstufen ermöglichte. Nachdem sich (fast) jeder hier mal versucht hatte und wieder etwas Ruhe in die Gruppe eingekehrt war, führte der Eigentümer Josef Böhm in die Geschichte und den Umfang des Museums ein, das darauf besichtigt wurde.
Am Anfang war eine alte Bauernstube zu sehen mit dem Kleiderschrank und den früher üblichen Kleidungsstücken, dem Bett samt diverser Wärmflaschen bzw. Steinen, die warm aus dem Ofen mit ins Bett genommen wurden. Waschvorrichtungen und Badewannen gehören ebenso zur Sammlung wie verschiedene Werkzeuge für Tätigkeiten, die heute nicht mehr von Hand gemacht werden.
Weiter ging es zur Spinnerei und Weberei mit der Vorführung von der Bearbeitung des Flachses bis zum Weben eines Tuches an einem Webstuhl.
Auch der Wandel in der Landwirtschaft wurde demonstriert: Dreschen mit der Hand, mit handgetriebenen Vorrichtungen sowie dann später mit immer besseren Dreschmaschinen,  erst stationär dann mobil auf dem Feld.
Danach ging es ins Freie zu den Oldtimern der Landwirtschaft: Ein 76 Jahre alter Lanz wurde vorgeglüht und nach 10 Minuten in einer großen Rußwolke gestartet.
Weiter ging es zu einem Mühlstein, an dem einige Kinder eine Hand voll Getreide mahlen durften und danach zum Brot-Backhaus.
Eine alte Dampfmaschine, die allerdings nur noch mit Druckluft vorgespannt ist, rundete den Museumsteil ab, bevor es ins Brotzeitstüberl ging.
Dort mussten die Kinder erst mal den Butter schlagen für die anschließende Brotzeit, was nach ca. 20 min auch zum Erfolg führte. Jeder durfte sich dann an einem Stück Bauernbrot und der selbst geschlagenen Butter satt essen. Die folgende Stunde war „Mittagspause“, in der sich jeder selbständig beschäftigen durfte. Renner bei den Kindern waren die kleinen Häschen zum Streicheln, andere vergnügten sich beim Minigolf, Billard, Tischtennis oder auf der Rutschbahn.
Am Nachmittag ging es dann raus in den Wald. Hier waren bereits einige Bäume gefällt und die Kids konnten nachvollziehen, wie früher mit einer Zugsäge Bäume gefällt und zerkleinert wurden. Selber durften sie Scheiben von einem Baum absägen (der Rest wurde vom Eigentümer mittels Kettensäge angefertigt), die – zurück auf dem Bauernhof – mit einem Stempel bedruckt wurden zur Erinnerung an diesen Tag.
Danach wurde auf einer Verseilmaschine ein langes Seil hergestellt, von dem jedes Kind ein ca. 2m langes Stück als Hüpfseil mit nach Hause nehmen durfte.
Ein Höhepunkt war noch das angekündigte Raketenschiessen, bei dem eine teilweise mit Wasser gefüllte Plastikflasche mit Pressluft „aufgeladen“ wurde und von den Kindern gestartet wurde.
Das Grillen von Bratwürsten bildete den Abschluss dieses erlebnisreichen Tages, auf dem sicher jeder auf seine Kosten gekommen ist. Wenn nicht, war er selber schuld, Möglichkeiten gab es viele.   Fotos

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Grillfest am Samstag 15.07.2006 trafen wir uns wieder zum Grillfest auf der Streuobstwiese von Josef Schleghuber (St. Kastulusstr.). Die ursprünglich mal als „Sommerschnittkurs mit geselligem Beisammensein“ konzipierte Veranstaltung ist im Laufe der Zeit zum reinen Grillfest geworden.
Fotos

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Auf historischen Spuren, „Radltour zum neuen Keltenmuseum in Manching

Am vergangenen Samstag ( 03.06.06 ) konnte der Obst- und Gartenbauverein Rohrbach seine diesjährige Radltour durchführen. Das Wetter meinte es an diesem Tag gut mit den Radlern, wo doch all die Tage und Wochen vorher, und auch gleich wieder nachher, alles andere als schön und wetterbeständig waren.radltour_k

So machten sich ca. zwanzig „Radlfans“ auf den Weg nach Manching, wo just genau einen  Tag vorher das neue Keltenmuseum eröffnet wurde, man begab sich sozusagen auf historische Spuren der Kelten und Römer.

Das Kuriose dabei ist folgendes:

 Als die Vereinsleitung bei der Gestaltung des Jahresprogramms den 3 Juni als Termin für die Radltour festlegte, wusste noch keiner, dass an diesem Tag das neue Keltenmuseum feierlich eröffnet werden sollte. Manchmal spielt halt der Zufall eine ganz besondere Rolle, denn Manching und die Kelten waren ohnehin das Motto der diesjährigen „Radltour“.
Über Fahlenbach und Parleiten, weiter nach Holzleiten, ging die Fahrstrecke in den Feilenforst, zum ausgemachten Treffpunkt am „weißen Kreuz“. Dort wartete bereits Siegfried Schwarzmeier, der die durstigen „Radler“ mit Getränken versorgte. Nach dieser kurzen, erholsamen Rast bewältigten wir die restlichen Kilometer nach Manching. Dort angekommen stellte man sich zum Gruppenfoto, bevor alle auf dem Gelände des Keltenmuseums, wo für jedermann was geboten war, die Zeit bis zum vereinbarten Rückfahrtermin verbringen konnten.  Fotos

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Feierliche Gedenkkreuz-Einweihung für die verstorbenen Mitglieder.
Rohrbach den 24.05.2006 ( mon ) Einen ersten großen Höhepunkt in seinem Jubiläumsjahr, konnte der Obst- und Gartenbauverein Rohrbach am vergangenen Sonntag begehen: Anlässlich der hundertsten Wiederkehr der Vereinsgründung hat es sich die derzeitige Vorstandschaft zur Aufgabe gemacht auch an die verstorbenen Mitglieder zu gedenken. So entschied man sich nach reiflicher Überlegung ein Gedenkkreuz aufzustellen. Und nachdem Bürgermeister Dieter Huber über das Vorhaben informiert wurde, und er dem Verein ein passendes Gemeindegrundstück  zur Verfügung stellen konnte, wurde dieses Vorhaben nun in die Tat umgesetzt.
In einer kleinen Prozession zog man betend zu dem Kreuz, wo Dekan Bruno Koppitz die feierliche Weihe vornahm. Dankende und einfühlende Worte fand Vorstand Rudi Kellermann nach der Weihe für alle, die zum Gelingen dieses Vorhabens beitrugen.

Sein Dank galt  Herrn Puchinger aus Wolnzach, der dieses Kreuz aus Schmiedeeisen, umrahmt mit einem Strahlenkranz aus Schmiedemessing, gefertigt hat. Weiterhin dankte er  Vorstandsmitglied Stefan Arndt, der den großen Granitsteinblock, auf dem das Kreuz montiert wurde, gestiftet hat. Dankende Worte hatte der Vorstand auch für Bürgermeister Huber, der dem Verein diesen ruhigen, beschaulichen Platz, hoch über Rohrbach, mit Blick über das Ilmtal zur Verfügung stellen konnte, und für  Pfarrer Koppitz, der die würdevolle Weihe an dem Gedenkkreuz vollzogen hat.
Ein besserer Ort hätte für dieses gelungene Werk nicht gefunden werden können, so der Vorstand. Er soll aber nicht nur der Aufstellungsplatz eines Denkmals sein, sondern  auch ein Ort zur Rast, zur Kommunikation,  zum besinnlichen Verweilen, oder zum Gebet. Mit der Aussicht über eine aufstrebende Gemeinde, den dieser Ort erlaubt, so Rudi Kellermann, mit diesem Blick nach vorne, strebt auch der Obst- und Gartenbauverein Rohrbach in das zweite Jahrhundert seiner Vereinsgeschichte. Fotos
(Paf-Kurier, 25./26. Mai 2006, S. 31)

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Frühjahrsversammlung am 7.4.2006:
Rund 30 Gartler informieren sich über Thema Hildegard-Medizin (pat)
Hildegard von Bingen polarisiert. Entweder man liebt ihre medizinischen und ernährungstechnischen Ratschläge oder man empfindet sie als unnötig und überflüssig. Der Rohrbacher Obst- und Gartenbauverein scheute im 100. Jahr seines Bestehens auch dieses „heiße Eisen“ nicht, lud Rita Lechner aus Vohburg ein und ließ sie die mittelalterlichen Lehren von der Hildegardmedizin einem breiten Publikum erläutern.

Rund 30 Zuhörer ließen sich ihren Vortrag im Rahmen der Frühjahrsversammlung nicht entgehen. „Er ist nur ein Höhepunkt von vielen in diesem Jahr“, sagt der Vorsitzende Rudi Kellermann, als er im Vorfeld auf das Jubiläumsprogramm einging: „Und so mancher Vortrag hätte mehr Gäste verdient.“
Ihren finanziellen Spielraum müssen die Gartler für die Feierlichkeiten nicht voll ausschöpfen. Karl-Heinz Götz trug einen kurzen Kassenbericht vor. Ein leichtes Minus entstand durch die Anschaffung eines Gedenkkreuzes, das im Mai errichtet wird. Ansonsten konnte er ausreichende Rücklagen für die ausstehenden Festivitäten im Sommer und Herbst darlegen.
Als „berühmteste Deutsche im gesamten Mittelalter“, führte Rita Lechner Hildegard von Bingen (geboren 1098, gestorben 1179) ein. Die Äbtissin, Medizinerin, Reisende und Komponistin nannte sich selbst „die Posaune Gottes“, wurde als Seherin von Papst Eugen III. offiziell anerkannt. Sie war zwar die größte Mystikerin ihrer Zeit, aber keine wirkliche Ärztin. Ihre Lehren vom Menschen als Einheit aus Körper, Seele und Geist probierte sie selbst nie aus. Ihre Angaben wurden erst 800 Jahre später getestet und erst dann (zumindest von manchen) für richtig befunden.
„Sie funktionieren alle, wenn ihre Anwendungen exakt befolgt werden“, so Rita Lechner, die durch einen persönlichen Schicksalsschlag schon vor Jahrzehnten zur glühenden Anhängerin wurde. „Wir haben die Verantwortung über unsere Gesundheit den Ärzten übergeben“, prangerte sie an. Dabei sei jeder selbst dafür zuständig. Hildegards Ernährungslehre sei allumfassend – und für den Gesundungsprozess Hauptausschlag gebend.  Richtiges Maß halten, viel trinken, ein spätes, warmes Frühstück als erste Mahlzeit, wenig Alkohol – Rita bescheinigte ihr ein gutes Gespür für gesunde Kochkunst. „Lebensmittel sind für die Gesundheit wichtiger als Operationen“. Entsprechend ging sie auf die heilende Wirkung von Kastanien und Quitten, Bertram, Beifuss oder Muskatnuss, Dinkel und Fenchel ein – um nur wenige zu nennen. Schließlich könne in einem kurzen Vortrag nicht das ganze Hildegardwissen weitergegeben werden. „Ich bin nur hier, um euch neugierig zu machen“, sagte Rita Lechner zum Abschluss. Fotos
(PAF-Kurier, 21.04.2006, S. 25)

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Am 1.4.2006 war landkreisweit wieder die Aktion „Saubere Landschaft“, allgemein bekannt unter „Ramadama„. Wie jedes Jahr beteiligte sich auch der Obst- und Gartenbauverein an dieser Aktion zur Erhaltung einer liebens- und lebenswerten Landschaft rund um Rohrbach. 4 Erwachsene und 3 Kinder sammelten einen ganzen Fahrrad-Anhänger voll weggeworfene Flaschen, Plastikabfälle und unverrottbarem Müll. Fotos

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(pat) Der diesjährige Schnittkurs am 17.3.2006 des Rohrbacher Obst- und Gartenbauvereins war mit 25 Interessierten gut besucht. Vorsitzender Rudi Kellermann begrüßte die Teilnehmer zu Theorie und Praxis, die Heinz Huber in souveräner Manier leitete. Auf einen gesunden Kronenaufbau mit 3 Leitästen wies er hin, riet zum regelmäßigen Schnitt der Obstbäume, um den Alterungsprozess zu verzögern. Die Sämlingsunterlage war Thema, auch richtige Wahl der Obstsorten: Sie sollte sich nach dem Pflanzangebot im Garten richten. So ging Huber auf den Pflanz- und Erziehungsschnitt von Spindelbusch, Halb- oder Hochstämmen ein, die im Bauminneren Raum und Licht schaffen sollten. Die theoretischen Ausführungen wurden auf der Streuobstwiese von Josef Schleghuber gleich am nächsten Tag in die Tat umgesetzt. Fotos
(Paf-Kurier, 25.03.06, S. 31)

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Vortrag am 17.02.2006 19:30 Uhr in der Gaststätte „Alter Wirt“ in Rohrbach:

Der Garten als kostbarstes Kleinod unserer Tage

Rohrbach (pat) Auf witzige, charmante und unterhaltsame Art und Weise entführte Thomas Janscheck die Mitglieder des Rohrbacher Obst- und Gartenbauvereins auf seine Reise durch die Zeit und die Gartenkulturen der Menschheit. Anfangs zeigte sich der Referent tief beeindruckt vom Engagement des Gartlervereins in seinem Jubiläumsjahr, später ließ er seine Zuhörer staunen. Unter dem Motto „heilender Garten“ stand der Vortragsabend – es war insgesamt der zweite im „Hundertjährigen“.
Mit Leichtigkeit zog der Ingenieur seine Zuhörer in den Bann, konnte sich doch jeder ein wenig selbst wiederentdecken. Es war ein Ausflug, auch in die eigene Vergangenheit – und an so mancher Stelle konnte man kräftig über sich selbst schmunzeln. Bei der historischen Einführung natürlich noch nicht. Zu weit ging Thomas Janscheck zurück. Bis Adam und Eva. Vom Paradies, das eigentlich ein wunderbar angelegter Garten war, arbeitete sich der Referent von der asiatischen über die islamistische bis hin zur christlichen Weltanschauung vor. „Jede Zeit hat die Gärten anders geprägt. Aber sie sind immer ein Ausdruck der Lebensform“, sagte Janscheck, und demonstrierte diese
These anhand zahlreicher Beispiele. Mittelalter, Gotik, Renaissance und Barock brachten ihre Eigenarten hervor. Eines blieb den Gärten aber stets gemein: Sie waren ein geschlossener Schutzraum, eine Möglichkeit zu Rückzug oder Einkehr.
Das Pflanzenverzeichnis Karls des Großen streifte Janscheck ebenso wie die barocken Lustgärten, englische Parklandschaften oder die Theorie von der Beseeltheit der Pflanzen in asiatischen Kulturen. Von der Zeit der Industrialisierung an stieß die gesellschaftliche Komponente immer mehr hinzu. Das aufstrebende Bürgertum zog sich in Villengärten zurück, die Arbeiter suchten ihren Ausgleich im Schrebergarten. Ab der Nachkriegszeit konnten sich die Zuhörer selbst immer mehr an die eigenartigen Auswüchse der Gartengestaltung erinnern. Der reine Nutzgarten, in dem Lebensmittel erzeugt wurden,  wandelte sich mit dem Wirtschaftswunder zur pflegeleichten Rasenfläche. Terrassen, Gartenmöbel, Swimmingpools und Grillstationen kamen auf, die Pflanze musste sich dem Zweck weitgehend unterordnen. „Die Wildheit als
Schönheitsideal entdeckte erst die Ökobewegung in den 80ern wieder“, erinnerte sich Janscheck an seine eigene Jugend. Plötzlich standen Natur und Gesundheit wieder im Vordergrund.
Der Kräuterboom kam im folgenden Jahrzehnt auf. Die Suche nach der heilen Welt im eigenen Garten ging ab sofort unentwegt weiter – und setzt sich bis heute fort. Die neuen Trends lauten Pädagogik und Therapeutik, Kloster- und Bauerngarten, Spiritualität oder Wellness. „Ein schöner Garten ist und bleibt ein Ort des Verweilens und der Kommunikation“, fasste Janscheck seine Ausführungen zusammen. Er erfordere Zeit, Zuwendung und Raum von seinem Besitzer – und sei damit das kostbarste Kleinod unserer Tage. Fotos

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Dr. Raymond Wilson: „Sogar unser Herz schlägt nach Fibonacci“
Rohrbach (pat) In die Welt der Mathematik, der Zahlen und Funktionen entführte Dr. Raymond Wilson die Mitglieder des Rohrbacher Obst- und Gartenbauvereins bei dessen erster Veranstaltung am 20. Januar im Jubiläumsjahr. Interessante Themen und die besten Referenten stellte der Vorsitzende Rudolf Kellermann den zahlreich erschienenen Gästen für das gesamte Jahr in Aussicht. Der seit über zwei Jahrzehnten in Rohrbach lebende Physiker mit den englischen Wurzeln zog seine Zuhörer bei seinem sympa-thischen Vortrag von der ersten Sekunde an in den Bann – obwohl die Thematik keine einfache war, vor allem keine „typische“ für einen Gartenbauverein.
Es sei ihm eine große Ehre, den ersten Vortrag beim „Hundertjährigen“ halten zu dürfen, begann Wilson seine Ausführungen – und holte gleich kräftig aus, um seine Ansichten von natürlichem Wachstum zu untermauern. Er begann damit, das von der Wirtschaft so häufig geforderte exponentielle Wachstum ad absurdum zu führen. Lediglich ein Fötus im Mutterleib erreiche dieses Wachstum mit der gerundeten Zahl 2,718 für eine gewisse Zeit. „Auf Dauer wäre es völlig irrsinnig, eine reine Verrücktheit“, sagte Wilson. Schließlich würden in der Evolution Zeiträume von Millionen Jahren als Maßstab gesetzt – und veranschaulichte dies sogar mit dem Zinzeszins-Effekt im Bankwesen. „Die Natur ist viel zu klug, als dass sie nach solchen Vorgaben wachsen würde.“ Anschließend holte Wilson zu einer Exkursion in die Chemie und Medizin aus. Durch die theoretisch unbegrenzte Länge von DNS-Strängen, dem Grundbaustein allen Lebens, führte er seine Zuhörer hin zum natürlichen Wachstum. Die Erdanziehung, Masse und Gewicht begrenze die Größe von lebenden Körpern. „Die Dinosaurier stießen auf unserem Planeten bereits ans Maximum“, grenzte der Referent ein. So führte er hin zum eigentlichen Thema des Abends: dem Wachstum in der Botanik, der spiralen Phillotaxis.
Hier kam die Mathematik ins Spiel. Leonardo di Pisa, alias Fibonacci (Filius di Bonaccio), der etwa von 1170-1240 in Pisa lebte, hieß der eigentliche Held des Abends. Mit seinem Zahlenwerk, der Fibonacci-Folge (1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144…), bei der die Summe zweier aufeinander folgender Zahlen stets die darauf folgende ergibt, offenbarte er laut Wilson der Welt das Grundgerüst zur Erforschung von natürlichem Wachstum. Anhand von Kaninchen wurde entdeckt, dass es sich dabei um die schnellste Fortpflanzungsform überhaupt handelt. Spätere Forscher – die Deutschen Karl Friedrich Schimper und Alexander Braun, aber auch die Gebrüder Bravais aus Frankreich – untersuchten später auf dieser Basis die Tendenz zur regelmäßigen Spiralform bei der Blatt- und Aststellung von Bäumen oder Blüten. Über das Verhältnis der beiden Fibonacci-Zahlen 55 und 144 erschlossen sie sich die „Zauberzahl 1,618“ sowie 137,5 Grad. In exakt diesem Abstand bilden Pflanzen ihre jeweils nächsten Triebe aus. „Und die 1,618 ist nicht nur das Verhältnis für den Goldenen Schnitt, sondern auch die natürliche Wachstumszahl in der Botanik“, so Raymond Wilson.
Exakt dieses Verhältnis kann sowohl bei Gesichts- oder Körperproportionen, natürlich in der bildenden Kunst, aber auch bei einem EKG oder den platonischen Körpern wiederentdeckt werden. „Selbst unser Herz schlägt im Takt von Fibonacci“, sagte Wilson und führte seinen Zuhörern die grundsätzliche Bedeutung der Zahlen 2, 3 und 5 vor Augen. Eine genaue, wissenschaftliche Beweisführung hält er durch die Unter-suchung von Sisal-Pflanzen für möglich. Diese Studie steht allerdings noch aus. Aber mit Sicherheit lässt sich eines sagen: Exponentielles Wachstum grenze in der Realität an Ignoranz und Verblendung, so Wilson. „Die Natur macht es besser als der Mensch. Warum lernen wir nicht einfach davon?“   Fotos

(erschienen im PFAFFENHOFENER Kurier am 27.01.2006, Seite 27)

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Der OGV wird 100
Im Jahr 2006 feiert der Obst- und Gartenbauverein Rohrbach / Ilm sein 100-jähriges Vereinsjubiläum. Dazu entstand eine Festschrift, in der wir auf 92 Seiten das Entstehen und den Werdegang des fest_bild_kVereins, unsere Aktivitäten und Ziele festgehalten haben, ebenso einen kurzen Ausschnitt aus der Chronik des Landesverbandes sowie eine Kurzfassung der Geschichte unseres Ortes Rohrbach.
Ab Beginn dieses Jahres wird wie bisher das Jahresprogramm des Vereins an alle Haushalte in Rohrbach verteilt sowie diese Festschrift angeboten
zum Preis von 2 Euro.
Ausführliche Informationen finden Sie auf der Festschrift-Seite.