Aktuelles 2005

Aktuelles vom Verein 2005

20 Apfelbäume gepflanzt (pat) Ihrem großen Ziel, mittels einer Obstbaumallee zwischen Rohrbach und dem Ortsteil Fürholzen alte, einheimische Obstsorten zu erhalten, sind Heinz Huber und Stefan Arndt einen wichtigen Schritt näher gekommen. Ohne Schwierigkeiten und mit enormer Unterstützung aus der Bevölkerung ging die zweite Pflanzaktion über die Bühne.
Schon im Jahr 2004 wurden 17 Apfel- und Birnbäume angesiedelt, nun wurden weitere 20 Apfelbäume gepflanzt. Für 17 der neuen Bäume haben sich bereits Spender gefunden. Die Firma Schnabel übernahm die Kosten von zehn Bäumen, die Organisatoren Heinz Huber und Stefan Arndt stellten insgesamt 3 Stück bereit. Auch die Familien Keck und Leber, Bürgermeister Dieter Huber und der Rohrbacher Obst- und Gartenbauverein spendeten jeweils ein weiteres Exemplar, so dass nur noch drei Bäume nach einem Spender suchen. „Alles hat bestens funktioniert“, kommentierten Huber und Arndt den Ablauf der zweiten Pflanzaktion. Zahlreiche Helfer waren vor Ort und haben kräftig mitgeholfen. Die Gemeinde Rohrbach bedankt sich noch einmal bei den Organisatoren, den Spendern und Helfern für die Unterstützung. Weitere Spenden für Obstbäume sind dabei stets willkommen. Es ist auch möglich, eigentlich sogar gewünscht, regelrechte Patenschaften für die bereits gepflanzten Bäume zu übernehmen. Diese sind natürlich kostenlos, die Paten sollen sich lediglich um die Ernte der Äpfel bzw. Birnen kümmern. Die Pflege und der Schnitt der Bäume wird nach wie vor von Heinz Huber und Stefan Arndt übernommen. Wer eine Patenschaft oder auch eine Baumspende übernehmen will, kann sich im Rathaus melden.
(Artikel veröffentlicht am 2.1.2006 im Donaukurier, S. 32)  Foto

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Vortrag am 07.12.2005 in der Gaststätte „zum Alten Wirt“ in Rohrbach:
Eine Ortschaft im Wandel der Zeit: alt_rohrbach_kk
Dia Vortrag „Alt Rohrbach“ von Heinz Huber.

Die letzte Veranstaltung des Obst- Gartenbauverein Rohrbach in diesem Jahr, konnte sich sprichwörtlich sehen lassen. Voll besetzt war der Saal beim „Alten Wirt“, denn diesen „Bilderausflug“ in die Vergangenheit wollten sich viele nicht entgehen lassen.
Der Vorstand ging noch kurz auf die Tätigkeiten des Vereins im Jubiläumsjahr 2006 ein, wo der Rohrbacher „Gartlerverein“ sein 100- jähriges Bestehen feiern kann. Einen Appell richtete Rudi Kellermann an die Vereinsmitglieder sowie an die Rohrbacher im Allgemeinen, 2006 verstärkt an den Blumenanbau zu denken. Zum einen verschönert es das Ortsbild, und zum anderen ist man froh und dankbar, wenn der Obst- und Gartenbauverein für die vielen Festveranstaltungen im Jubeljahr Blumenschmuck von seinen Mitgliedern und Gönnern bekommen kann. Mit einen kleinen „Leckerbissen“ konnte der Vorstand bereits aufwarten. Die Festschrift für das Jubiläum 2006 ist fertig, und man konnte Sie an diesem Abend bereits erwerben. In diesem Zusammenhang bedankte sich Rudi Kellermann bei Vorstandsmitglied Fritz Taubald, der in Zusammenarbeit mit Hermann Schwarzmeier das Entstehen dieser Festschrift ermöglichte. Doch nun wollte er die Anwesenden nicht mehr länger warten lassen, und übergab das Wort an Heinz Huber. Nach kurzen, einleitenden Worten, zeigte Heinz Huber als erstes die älteste, ihm bekannte Fotografie von Rohrbach aus dem Jahre 1889.

Die nachfolgenden Bilder, vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit, weckten bei vielen Erinnerungen, und so mancher konnte sich auf den Bildern selbst wieder erkennen. Dies war auch ganz im Sinne von Heinz Huber, das Publikum mit in diesem Vortrag einzubeziehen, denn viele Leute aus damaliger Zeit kannte er selbst nicht, so dass er dankbar war wenn die Älteren unter den Zuschauern ihm die Namen der Leute sagen konnten die auf den Bildern zu sehen sind. Da waren die Rohrbacher voll dabei, und so mancher Name längst verstorbener Menschen wurde da wieder in Erinnerung gerufen.
Dass sich auch das Ortsbild von Rohrbach änderte, war jedem der Zuschauer klar, aber wie sehr, das zeigte der Vergleich von Bildern aus früherer Zeit, die der langjährige Rohrbacher Reporter und Fotograf Hans Windsinger gemacht hat, und vom selben Standpunkt aus Jahrzehnte später Bilder, die Heinz Huber fotografierte. In diesem Zusammenhang sprach Heinz Huber dann eine Hommage für den vor acht Jahren verstorbenen Hans Windsinger aus, aus dessen Hinterlassenschaft die alten Bilder stammen.
Spätestens jetzt, so Heinz Huber, müssten wir erkennen, welch großen fotografischen Schatz uns Rohrbachern Hans Windsinger hinterlassen hat, ohne seine Bilder wäre dieser Vortrag nicht zu realisieren. Doch so, meinte Heinz Huber weiter, ist es jederzeit möglich eine Fortsetzung zu machen. Dieser Meinung schlossen sich auch alle Anwesenden an, und einer brachte es trefflich auf den Punkt mit der Aussage, dass so ein fotografischer Vortrag in die Vergangenheit direkt nach Fortsetzung „schreit“.  Fotos

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Koi- Fische, Haltung u. Pflege, lautete das Referat das Karl-Heinz Kraft aus Pförring am 23. 9.2005 beim „Alten Wirt“ in Rohrbach abhielt. Eingeladen dazu hatte ihn der Rohrbacher Obst.- u. Gartenbauverein. In Vertretung von Vorstand Kellermann, der beruflich verhindert war, begrüßte Hans-Peter Homann die anwesenden Mitglieder, sowie den Referenten. Karl-Heinz Kraft ging in seinem Referat anfangs auf die wachsende Bedeutung von Gartenteichen ein. Diese haben einen hohen Freizeitwert bekommen. Sie sind gut für die Seele, und man kann die Last des Alltags fallen lassen. Vor mehr als hundert Jahren, so Hr. Kraft weiter, entdeckten japanische Bauern in der Gegend Yomostoki einen roten Karpfen, der in einem Teich von vielen schwarzen Karpfen schwamm. Koi_1k.jpg (6271 bytes)
Von diesem einen Karpfen wurden im Laufe der Jahre verschiedene Rassen gezüchtet. Nicht nur die Rassen, sondern auch die verschiedenen Farben und Formen, tragen ausschließlich japanische Namen. Koi- Fische, die es seit den 90-ziger Jahren in Deutschland zu kaufen gibt, werden in Europa bis zu 70 cm lang, und erreichen bei artgerechter Haltung ein Alter bis zu 60 Jahren. Es sei deshalb nicht verwunderlich, so der Referent, wenn der Gartenteichbesitzer eine Beziehung zu seinen Koi- Fischen aufbaue, wie sie es auch zwischen Mensch und Hund gebe. Um aber die hohe Lebenserwartung von Koi- Fischen zu erreichen, stellte Herr Kraft verschiedene Anlagemöglichkeiten von Teichen vor, wobei er meinte, dass der japanische Bezug durchaus im Bau eines Gartenteiches mit einfließen kann.
Er wies besonders darauf hin, dass auch Koi- Fische in der Mittagszeit schattige Plätze benötigen, um den Stressfaktor nicht ansteigen lassen. Ebenso bedarf es der richtigen Dimensionierung der Teichfilter, die das Überleben der Koi- Fische garantieren. Hierzu stellte er verschiedene Teichfilter mit zwei- bis vier- Kammer- Technik vor, die auch unterschiedlich gewartet werden müssen. Der Referent verglich die Filteranlagen mit Personen, die mit verderblichen Lebensmitteln im Aufzug stecken geblieben sind, und gab damit kund, wie wichtig ordnungsgemäß gepflegte Filteranlagen sind. Zum Ende seiner Ausführungen hat Herr Kraft noch auf die Fütterung der Koi- Fische zu den unterschiedlichsten Jahreszeiten hingewiesen, und sagte, dass noch kein Koi- Fisch verhungert sei.
Unterbrochen durch zahlreiche Fragestellern dauerte der Vortrag 3 Stunden. Es war sicher einer der längsten, interessantesten, und informativsten Vorträge in der nun fast 100- jährigen Geschichte des Rohrbacher Gartenbauvereins.
Fotos

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Liebe Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins,
wegen zu geringer Teilnahme müssen wir die Fahrt zur BUGA05 leider ausfallen lassen.

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Ferienpass-Angebot für Kinder am 5. August 2005: Radltor unter dem Motto:
„Wo kommt unser Wasser her?“ Bei herrlichem Sommerwetter führte uns der Weg zunächst zum Wasser-Hochspeicher nach St.Kastl. Dieser steht auf einer Höhe von
478 m ü.NN. und sorgt somit für einen natürlichen Wasserdruck bei der Versorgung der auf ca. 400 m hoch gelegenen Ortschaften Rohrbach, Ossenzhausen, Waal, Rohr, Rinnberg, Gambach, Ottersried, Fürholzen und sogar noch Langenbruck, Winden a.Aign, Hög, Ronnweg, Agelsberg, Stöffel, St. Kastl, Au a.Aign und Dörfl aus der Marktgemeinde Reichertshofen. Lediglich St.Kastl und Fürholzen werden mit einer Förderpumpe unterstützt, da hier der natürliche Wasserdruck nicht ausreichen würde.
Insgesamt fasst der Hochbehälter 2000 cbm Wasser, was bei einem durchschnittlichen Verbrauch die Bedarfsmenge von 1,5 Tagen darstellt.
Das Wasserleitungsnetz der „Waaler Gruppe“ hat insgesamt eine Länge von 81262 m (Stand: 2000) und versorgt ca. 2800 Haushalte (7813 Einwohner, Stand: 31.12.2004) in den oben genannten Ortschaften.
Hochbehälter und Maschinenhaus mit Aufbereitung und Förderpumpen wurden in den Jahren 2000 / 2001 saniert und erneuert.

Danach führte uns der Weg über Gambach und Rohr nach Waal, wo das Pumpenhaus steht. Das Wassergewinnungsgebiet Waal-Rohr besteht zur Zeit aus zwei Tiefbrunnen: Brunnen 4 aus dem Jahr 1994/95 hat eine Tiefe von 113 m (Wasserentnahme bei 62 m, 22 ltr/sec), Brunnen 5 ist 80 m tief (Wasserentnahme bei 78 m, 28 ltr/sec) und wurde 2000/01 in Betrieb genommen. Die Brunnen 1 bis 3 wurden wegen zu starker Sandführung stillgelegt.

Im Maschinenhaus befindet sich eine Aufbereitungsanlage (Durchsatz 175 cbm/h) sowie zwei Saugbehälter (gesamt 102 cbm) und drei Förderpumpen mit je 23 ltr/sec Förderleistung.
Nach dieser recht interessanten Führung durch den Rohrbacher Wasserwart Hr. Josef Mayr führte uns der Weg zum Spielplatz in Waal, wo wir auf schattigen Bänken mit einer Brotzeit  und Eis verwöhnt wurden. Nach einer Ruhepause, in der sich die Kinder auf dem Spielplatz bei Bedarf auch noch austoben konnten, ging es zurück nach Rohrbach. Fotos

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Grillfest am Samstag den 09.07.2005: Bei überraschend gutem Wetter traf sich der Obst- und Gartenbauverein zu seinem tradidionellen Grillfest. War bisher dieses Fest nur für die Teilnehmer des Schnittkurses, um in der Streuobstwiese von Josef Schleghuber die Ergebnisse und Auswirkungen unses Baumschnitts zu begutachten, haben wir uns heuer dazu entschlossen, auf Grund der bisher zögerlichen Teilnahme das Grillfest für alle Mitglieder (und Angehörige) des Vereins zu veranstalten. Wie gewohnt hat der Verein Getränke und Feuer zur Verfügung gestellt, das Grillgut hat jeder nach seinem Geschmack selbst mitgebracht. Der „Hausherr“ hat den Platz hergerichtet und die Getränke kühl gestellt, so dass die wenigen Gäste ihren Durst löschen  und mit den bereits auf dem Grill fertigen Frühkartoffeln sowie dem eigenen Grillgut eine zünftige Brotzeit zu sich nehmen konnten. Zu späterer Stunde gab es dann noch Kaffee und Kuchen, der spontan von anwesenden Vereinsmitgliedern zur Verfügung gestellt wurde. Durch die fast sommerlichen Temperaturen – später unterstützt durch den Terassen-Heizstrahler – hat der größte Teil dann doch bis Mitternacht ausgehalten. Fotos

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Ehrenmitglied wird 80 Am 26. Juni hatte der Obst- und Gartenbauverein allen Grund, seinem Ehrenmitglied zu gratulieren, feierte Alex Meier doch seinen 80. Geburtstag.
Hr. Meier hat 1989 die Vorstandschaft des OGV übernommen, nachdem sein Vorgänger – Hans Jähnke – aus Altersgründen nach Amberg übersiedelte. In seiner Amtszeit (1989 bis 1997) wurde die beliebte Radltour des Vereins eingeführt, die seitdem jährlich im späten Frühjahr zu interessanten Abschnitten der Holledauer Heimat führt.
Mit in die 8-jährige Tätigkeit des damaligen Vorstands fiel auch die obligatorische Einführung des „Gartenratgebers“, der monatlich erscheinenden Verbandszeitschrift (damals 0,77 EUR/Monat).
Vorstand Rudi Kellermann überreichte dem Jubilar einen Geschenkkorb und zwei Eintrittskarten für die BUGA, die derzeit in München stattfindet, verbunden mit den besten Glückwünschen des Vereins. Foto

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Radltour 2005 am 4.6.2005 (tom) Trotz Ankündigung in der Tagespresse, dass die Rad-Wandertour 2005 bei schlechter Witterung entfallen wird, entschloss sich der Hauptinitiator Bernhard Engelhard vom Kreisverband Pfaffenhofen, diese Tour doch durchzuführen.
Kurz zuvor hatte es nochmals kräftig geregnet, so dass sich die Rohrbacher Radlfreunde an die Ankündigung in der Zeitung hielten, und keiner am Treffpunkt erschienen ist.
So nahmen nur die Vorstandsmitglieder Hans-Peter Homann und Anton Merkl, der von Bernhard Engelhard telefonisch informiert wurde, an dieser, nunmehr nur noch reinen Wanderung, weil alle Teilnehmer mit dem Auto angereist sind, teil. Vom Treffpunkt in Wolnzach aus marschierten rund 40 Personen unter der Führung von Bernhard Engelhard über Wald, Feld und Flur, zuerst Richtung Gebrontshausen. Unterwegs begann es nochmals kräftig zu regnen, aber Regenkleidung sei Dank, ist niemand ernsthaft nass geworden.
Kurz vor Gebrontshausen wurde die Gruppe an der Kapelle „Maria in den Hopfen“ von Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins Gebrontshausen empfangen. Nach der Besichtigung dieser Kapelle gingen wir zur Pfarrkirche, wo uns Frau Wallner, die Mesnerin, die Entstehungsgeschichte der Gebronthauser Marienwallfahrt vom Beginn im frühen 15 Jahrhundert bis heute erzählte. Dann wurde die Gruppe wegen des instabilen Wetters mit zwei VW-Kleinbussen vom Hopfenforschungs-Institut, nach Hüll gebracht. Bernhard Engelhard, der auch der Leiter dieser Forschungsanstalt ist, begrüßte alle Teilnehmer nochmals recht herzlich, und bei Kaffee und Kuchen sowie anderen Getränken konnten sich jetzt alle stärken.
Bei der anschließenden Führung durch das Hopfeninstitut erklärte Herr Lutz, der „Hopfensortenzüchter“ in Hüll ist, allen die aufwändige Arbeit, die nötig ist, um neue, möglichst schädlingsresistente Hopfensorten züchten zu können. Je resistenter eine neue Hopfensorte ist, desto weniger muss man Spritzmittel einsetzen, was ja in der heutigen Zeit eine sehr wichtige Sache ist, so Herr Lutz. Bei der Züchtung einer neuen Sorte muss man voraus denken, man muss sich umhören wohin der Trend in punkto Hopfen, oder besser gesagt Aromahopfensorten, geht damit die „gewünschte“ Sorte auch verfügbar sein kann, und nicht das Forschen erst begonnen werden muss, wenn die Sorte schon da sein soll. Und da, so Hr. Lutz weiter, können durchaus 20 Jahre ins Land gehen.
Nach dieser sehr interessanten Führung durch das Hüller Hopfeninstitut marschierte man nunmehr bei schönem Sonnenwetter über die reizvolle, hügelige Hallertauer Landschaft der Wolnzacher Flur zurück zum Ausgangspunkt.
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Frühjahrsversammlung (pat). Große Ereignisse werfen ihre Schatten lange voraus. Der Rohrbacher Obst- und Gartenbauverein kann diese Weisheit jetzt mit Sicherheit bestätigen. Sein 100-jähriges Jubiläum feiert er erst im kommenden Jahr, die Neuwahl der Vorstandschaft hat das geplante Fest aber jetzt – bei der Jahreshauptversammlung im vollbesetzten Nebenzimmer des Gasthauses Alter Wirt – schon entscheidend geprägt. „Die alte Mannschaft hat die Planung ins Rollen gebracht, jetzt soll sie diese auch eigenverantwortlich durchziehen“, erklärte Vorsitzender Rudi Kellermann die komplette Kandidatur der bisherigen Führungsmannschaft. Die anwesenden Mitglieder waren darüber hocherfreut und hoben sie einstimmig und im Schnellverfahren für weitere vier Jahre ins Amt. Somit bleibt Rudi Kellermann Vorsitzender, Andreas Dembowski sein Stellvertreter. Um die Finanzen wird sich nach wie vor Karl-Heinz Götz kümmern, während Anton Merkl die Funktion des Schriftführers ausübt. Sogar die neun Beisitzer ändern sich nicht: Marion Fesl, Stefan Arndt, Josef Ehrl, Hans-Peter Homann, Wendelin Schrott, Siegfried Schwarzmeier, Hartwig Spitzfaden, Konrad Stopfer und Fritz Taubald kümmern sich auch in Zukunft um das Wohl des Vereins.
„13 Personen für ein Ehrenamt begeistern – das ist nicht einfach“, sagte Kellermann anschließend. Er betonte, dass alle gerne kandidiert hätten, und niemand überredet werden musste. Über seine derartig gute Mannschaft freue er sich, und bedankte sich herzlich für das bisher Geleistete. Wahlleiter Ferdinand Artinger hatte keine Mühe, die Wahl ordnungsgemäß über die Bühne zu bringen. Die Entlastung erfolgte nach der Kassenprüfung durch Hans-Peter Homann einstimmig, lediglich die Suche nach willigen Kassenprüfern zog sich etwas in die Länge. Mit Altbürgermeister Alois Abel und Robert Bichler fanden sich schließlich aber doch zwei „Freiwillige“.
Im Tätigkeitsbericht ließ Rudi Kellermann das vergangene Jahr Revue passieren. Der Schnittkurs sei gut besucht gewesen, und nach längerer Zeit sei wieder ein erfolgreicher Veredelungskurs angeboten worden. Neben Ausflügen, Grillfesten und Wanderungen erwies sich auch die Pflanzenbörse als echter Erfolg. Positiv fiel der Kassenbericht von Karl-Heinz Götz aus. Unter dem Strich blieb dem Verein ein sattes Plus, das er „für das Jubiläum bestens gebrauchen“ könne. Die nötigen Rücklagen wurden also gebildet, und daraus konnte zum Beispiel bereits ein Feldkreuz erworben werden. Überhaupt komme im Jahr 2006 mit dem Jubiläum ein tolles Ereignis auf Rohrbachs Gartler zu, so Rudi Kellermann. Es werde mit Sicherheit gebührend gefeiert. „Für den Verein, für den Ort und zu dessen Verschönerung werden wir uns allerhand einfallen lassen.“ Als Ausflug mit Hindernissen entpuppt sich hingegen die geplante Fahrt auf die Insel Mainau, die terminlich um Fronleichnam herum angesetzt wurde. „Ablauf und Kosten stehen noch nicht fest, aber wir werden die Mitglieder nächste Woche endlich informieren können“, so Götz.
Zum Abschluss informierte Birgit Loy, Staudengärtner-Meisterin aus Pfaffenhofen, die Anwesenden in einem Diavortrag über Kübelpflanzen. Durch variablen Umgang mit den diversen Sorten zeigte sie verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten für sonnige oder halbschattige Lagen auf. Sie gab Tipps zu Pflege, Überwinterung oder Düngung, mit deren Hilfe südländischem Flair auf Terrasse oder Balkon nichts mehr im Wege stehen sollte.
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Schnittkurs (tom)Vor kurzem hielt unser Verein den theoretischen Teil des Obstbaumschnittkurses 2005 ab. Die Resonanz war trotz ausführlichem Hinweis in der Presse heuer nicht sehr hoch, dafür konnte aber Vorstand Rudi Kellermann neue Interessenten begrüßen. Heinz Huber, der Kursleiter, zeigte dann in einer Bilderschau wie Obstbäume richtig geschnitten sein sollen um guten Ertrag zu bringen. Bei jungen Obstbäumen ist ein guter Aufbauschnitt ja schon fast zwingend erforderlich, um ein stabiles Traggerüst zu erhalten, wie Heinz Huber ausführte. Hauptbestandteile eines Baumes sind die Wurzeln, der Stamm, und die Baumkrone. Die wichtigste Funktion haben natürlich die Wurzeln, sie steuern den Wuchs, den Ertragsgewinn, sowie die Fruchtqualität und die Lebensdauer. Man sollte beim Kauf eines Obstbaumes auch darauf achten das man die richtige Sämlingsunterlage hat, ebenso soll ein Hinweis auf Anzucht und Vermehrungsvarianten der Typenunterlage dabei sein. Auch auf die verschiedenen Baumunterlagen sollte man achten, es gibt Busch-, Halbstamm- sowie Hochstammunterlagen. Welche Baumunterlage man pflanzen will, ist letztendlich auch eine Frage des Platzangebotes im Hausgarten. Auf die Frage eines Zuhörers, ob man z.B. aus Apfelkernen die gleiche Frucht heran ziehen kann, kam die eindeutige Antwort von Heinz Huber dass dem nicht so ist:
Samen von Edelfrüchten, die in die Erde fallen, gehen als Wildfrüchte auf, sie bringen nicht die gleiche Frucht wie vorher, sind aber Sämlinge, die veredelt werden können. Beim Baumschnitt muss natürlich auch auf die richtigen Leitäste geachtet werden, sowie auch darauf dass diese Leitäste nach dem Schneiden in der optimalen, so genannten Saftwaage liegen. Die „Schnittgesetze“ so Heinz Huber in seinen weiteren Ausführungen, lauten immer: schwacher Rückschnitt, schwacher Austrieb, starker Rückschnitt, starker Austrieb. Aber lieber einmal stärker schneiden als zu „frisieren“, und sollte es doch einmal unabsichtlich zuviel gewesen sein, so kann man im Jahr darauf wieder einiges gut machen, der Baum entwickelt genügend Triebe.

Der für anderen Tags (19.02.05 ) vorgesehene praktische Teil des Schnittkurses wurde wegen anhaltenden starken Schneefalls auf den 19.03.2005 verschoben. Fotos

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Der Hausgarten, auch ein Stück Natur für heimische Vögel. (tom) Mit einem interessanten Vortrag, bei dem man sich mehr Resonanz erhofft hätte, konnte kürzlich der Rohrbacher Obst- und Gartenbauverein aufwarten. „Vögel im Hausgarten“ lautete das Thema, zu dem Vorstand Rudi Kellermann die rund 25 Personen, darunter den Referenten, Prof. Dr. Hans Leppelsack, vom Landesbund für Vogelschutz Bayern, der Kreisgruppe Pfaffenhofen herzlich willkommen heißen konnte. Nach einem kurzen Ausblick auf die Aktivitäten des Vereins in diesem Jahr übergab der Vorstand das Wort an den Referenten.
Prof. Leppelsack stellte dann in einer Bilderschau die häufigsten Vogelarten in Bayern, je nach Häufigkeit, der Reihe nach vor. Allein im Landkreis Pfaffenhofen gibt es über 100 verschiedene Brutvogelarten.
Ein sehr seltener Vogel ist bei uns der Seidenschwanz, der außerhalb dieser Serie angesprochen wurde, da er zur Zeit im Landkreis Station macht. Er stammt ursprünglich aus Russland und ist ein „Fruchtesser“.
Nicht weniger selten ist der Gartenrotschwanz, er steht bereits auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten. Bei der Gartengrasmücke ist der Bestand im Landkreis Pfaffenhofen bereits um die Hälfte zurückgegangen, so Prof. Leppelsack. Auch der Gartenbaumläufer ist selten geworden in unseren heimischen Gefilden. Diese drei Vertreter der Singvögel, die den „Garten“ im Namen haben, sind heute kaum noch anzutreffen. Ein Indiz dafür, dass sich der Garten geändert hat.
Der häufigste Vogel, den man viel in den Hausgärten beobachten kann, ist der Buchfink. Er ist bayernweit die Nr.1, man kann ihn auch im Winter beobachten, obwohl er ein Zugvogel ist. Die Männchen bleiben im Winter hier, die Weibchen dagegen verbringen die kalte Jahreszeit in wärmeren Gebieten, wie z.B. dem Mittelmeerraum. Die Amsel steht an zweiter Stelle der Häufigkeit. Diesen ursprünglichen Waldvogel hat es zu den Menschen gezogen. Alte Gewohnheiten, wie z.B. eine große Revierherrschaft, wurden dadurch aufgegeben. Dieser Trend, sich dem Menschen zu nähern, setzte vor ca. 100 Jahren bei dieser Vogelart ein.
Die Kohlmeise an dritter Stelle, nimmt in ihrer Häufigkeit zu, sie ist ein „Höhlenbrüter“, der an vierter Stelle die Heckenbraunelle, als so genannte “ Heckenbrüterart“ folgt. Die größte Heckenbraunellen Population auf der Welt gibt es in Deutschland, so der Referent.
Das Rotkehlchen auf Rang fünf bleibt das ganze Jahr hier. Es hat eigenartige Gewohnheiten: So steckt das Männchen bereits im Herbst sein Revier ab, und im Frühjahr in „aller Ruhe“ die Zeit zu haben, eine Partnerin zu finden.
Der Zilpzalp an sechster Stelle ist eine Laubsängerart die leicht mit dem Fitis verwechselt werden kann. Singvögel sind die häufigsten Vogelarten bei uns, es sind „unsere Generalisten“, so Prof. Leppelsack in seinen Ausführungen.
Den Buntspecht als siebtes trifft man auch sehr oft im heimischen Garten an. Er ist ein Höhlenbrüter, der zugleich ein Höhlenlieferant  für andere Höhlenbrüter – Arten sein kann, wenn er selbst diese nicht mehr benutzt.
An achter Stelle steht die Bachstelze, gefolgt von der Nr. 9 dem Hausrotschwanz. Dieser spaßige Bursche, so der Referent, hat früher nur an steilen Hochgebirgswänden gebrütet. Aber seit der Mensch Häuser baut brütet er auch bei uns, er nutzt die Hauswände als Ersatz für steile Gebirgswände.
Der Grünfink an zehnter Stelle brütet gerne in Siedlungen die ca. 15- 20 Jahre alt sind. Grund: die Bäume sind bereits hoch gewachsen, und bieten daher optimale Brutgelegenheiten für diese Vogelart, die übrigens ein reiner Körnerfresser ist.
Die Rabenkrähe, oder auch Aaskrähe genannt, steht ganzjährlich unter Schutz, sie zählt, so Prof. Leppelsack, zu den Singvögeln. Auch wenn sie die meiste Zeit nur krächzt,  kann sie auch singen, was wir Menschen selten zu Ohren bekommen, denn das Männchens setzt diesen Gesang hauptsächlich bei der Eiablage des Weibchens ein, sozusagen als Stimulation für seine Partnerin. Sie steht in ihrer Häufigkeit an elfter Stelle.
Die Singdrossel an Stelle zwölf ist auch noch relativ gut vertreten, ebenso wie die Nr.13, die Mönchsgrasmücke, die durch ihre schwarzen, kreisrund angelegten Federn auf ihrem Kopf an einen Mönch erinnert.
Der Zaunkönig  war „Vogel des Jahres 2004“. Er ist kein Zugvogel.
Diese Vögel, die zu den  kleinsten u. leichtesten zählen, überstehen den Winter dadurch, dass sie sich gegenseitig in ihren Kugelnestern wärmen. Ein Zaunkönig alleine im Nest würde erfrieren, aber wenn 15- 20 in so einem Kugelnest eng beisammen sind, erleichtert es das Überwintern. Es ist ein erstaunlich soziales Verhalten dieser Vogelgattung, die in der Hierarchie an 14 Stelle stehen.
An Stelle fünfzehn steht der Fitis, wie schon erwähnt, er ist auch eine Laubsängerart. Die Blaumeise, die Nummer 16, ist zwar seltener als die Kohlmeise, aber trotzdem noch sehr gut vertreten in unseren Bereichen. Auch die Ringeltaube trifft man immer häufiger in den heimischen Gärten an, obwohl sie eigentlich kein typischer Gartenvogel ist.
Zum Schluss stellte Prof. Leppelsack noch eine Vogelart vor, die sich allmählich vom Flur zum „Heimgartenvogel“ entwickelt. Es ist der Eichelhäher, der jetzt vermehrt zu uns Menschen kommt, was früher nicht der Fall war, weil er ja lange Zeit als Baumschäd- ling galt und deswegen stark bejagt wurde.
Mit diesen Worten beendete Prof. Dr. Leppelsack seinen Streifzug durch die Welt der heimischen Gartenvögel, und bedankte sich recht herzlich bei den Zuhörern, denen er bereitwillig und gerne noch alle Fragen zu diesem Thema beantwortete.
Vorstand Rudi Kellermann bedankte sich bei Prof. Leppelsack für sein Kommen, und vor allem für diesen grandiosen Vortrag, in dem er die heimische Vogelwelt näher gebracht hat, und wünschte allen Anwesenden einen guten Heimweg.
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