Aktuelles 2015

Aktuelles vom Verein 2015

Herbstversammlung (Anna Ermert)
Bei der  Herbstversammlung standen Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder auf dem Programm. Der Vorsitzende Rudi Kellermann bedankte sich für die Treue zum Verein sowie die geleistete Funktionärsarbeit. „ich hoffe, ihr bleibt noch viele Jahre im Verein“, bekräftigte er. Ganz besonders bedankte er sich bei Siegfried Schwarzmeier, der seit 1967 Mitglied im Verein ist, damals teilweise schon als Gerätewart tätig war, und 1980 als Beisitzer und Gerätewart in den Vorstand gewählt wurde. Kellermann musste nun mitteilen: „Heuer ist er 80 Jahre geworden – und will in Rente gehen.“
Der Vorsitzende freute sich, dass er den etwa 30 anwesenden Mitgliedern mit Kreisfachberater Andreas Kastner zum Thema „Gärten für Mensch und Bienen“ wieder einen interessanten Referenten bieten konnte.
Die Präsentation von Kastner begann sinnbildlich mit einer Biene in der Blume beim Pollen- oder Nektarsammeln, wozu er meinte: „Es ist immer wieder eine Freude, wenn man so etwas sieht, denn stirbt die Biene, stirbt der Mensch“. Jeder könne etwas für die Bienen tun, auch im kleinsten Garten sei dafür Platz. Man kann sich im Internet oder auch persönlich bei Kastner bei der Anlage eines neuen Gartens informieren, welche Pflanzen geeignet sind und Nahrung für die Bienen und letztendlich den Honig für die Menschen bringen. „Forsythien sind schön aber bieten keine Nahrung, die Kornelkirsche ist besser und ein schöner Strauch“, riet Kastner.
Viele Möglichkeiten hat der Gärtner, um den Bienen zu helfen, aber auch seinen Garten schön und einfach zu gestalten. Zum Beispiel eine schöne Blumenwiese ansäen oder abwechlungsreiche Staudenbeete gestalten, die über viele Jahre schön bleiben. Gartenteiche und Wasserläufe oder Feuchtbereiche braucht die Biene.

Kastner wies auf Trachtpflanzen hin, die hervorragend in unsere Gärten passen. Dies sind Pflanzen, die besonders reichhaltig Nektar und Pollen erzeugen und deswegen gerne von Honigbienen angeflogen werden, wie Christrose, Haselnuss, Schneeglöckchen, Winterlinge, Krokusse, Palmkätzchen oder Tulpen. Es gibt noch viele mehr, das Internet kann hier sehr hilfreich sein. Gefüllte Blumen bieten keine Nahrung, daher sollte man auf eine gute Mischung im Garten achten. Abschließend riet Kastner noch: „Man muss nicht alles jäten, vielleicht auch mal etwas wild wachsen lassen“. Fotos

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Grillfest

Auch heuer haben wir am Samstag den 18.07.15 unser traditionelles Grillfest auf der Streuobstwiese von Josef Schleghuber abgehalten. Es war ein heißer Sommertag, was aber den „harten Stammbesuchern“ dieses Grillfestes nichts ausmachte. Im Schatten des Kastanienbaumes neben Josefs Holzhütte ließ es sich sehr gut aushalten und für kühle Getränke war ja reichlich gesorgt.
Jeder hat sein Grillgut selber nach Geschmack mitgebracht, das dann in einer großen Grillpfanne genüsslich zubereitet wurde. Bei einem netten „Ratsch“ und allgemein guter Unterhaltung saßen wir bis spät in die Nacht noch gemütlich beisammen. Fotos

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 Berlin-Ausflug am 12.-14.06.2015

Berlin, das war das große Ziel das sich der Rohrbacher Obst- und Gartenbauverein als 3-tägigen Ausflug auf seinem Jahresprogramm 2015 notiert hatte. Das Interesse hierzu war sehr groß, 40 begeisterte Personen waren bei dieser Fahrt dabei, die am vergangenen Wochenende stattfand.
Los ging es in aller Früh, und nach einer zünftigen Brotzeitpause steuerte man auf Berlin zu. Da stand zuerst der Besuch der „Gärten der Welt“ auf dem Programm. Dieser Park ist eine Anlage mit den verschiedensten Garten-Typen  der ganzen Welt, und diese Anlage wird ständig erweitert. Nach dem Check-in im Hotel stand der restliche Tag zur freien Verfügung, alle konnten Berlin nach eigenem Ermessen erkunden, sei es zum Bummeln über den Kurfürstendamm, ein kleiner Besuch im KaDeWe, oder einfach nur die Zeit genießen, jeder konnte seinen Berlin Besuch nach Lust und Laune gestalten.

Der zweite Tag wurde dann mit einer Stadtrundfahrt eröffnet, und die Stadtführerin, die zu der Gruppe dazu kam, entpuppte sich als eine Original „Berliner Schnauze“, die es verstand, alles was sie erzählte, humorvoll zu vermitteln, so dass es keinem langweilig wurde. Im Gegenteil, alle sagten dass es mit dieser Dame auch ruhig länger dauern hätte können. Humor verbindet, wie ein Mitreisender meinte, auch zwischen „Bayern und Preußen“. Am Abend war dann eine dreistündige Fahrt auf der Spree angesagt. Diese Schiffsfahrt durch das abendliche Berlin zählte zweifelsfrei zu den Höhepunkten dieses Ausfluges, er wurde nur kurz durch ein heftiges Gewitter beeinträchtigt, was aber dem Flair und dem schönen Sonnenuntergang hinterher keinen Abbruch tat. Danach konnte noch jeder nach Lust und Laune Berlin bei Nacht erleben. Einen Bummel über den Kurfürstendamm, der ja ganz  in der Nähe des Hotels lag, haben noch viele von den Rohrbacher „Gartlern“ genossen, ehe man sich zur Ruhe begab.

Anderentags führte der Heimweg über den Spreewald, genauer gesagt über Lübbenau. Bei herrlichem Sonnenschein konnten die Ausflügler eine schöne Bootsfahrt auf den Spreekanälen dieses einzigartigen Naturschutzgebietes genießen. Diese Stille und diese Ruhe hat alle „ergriffen“, trotz der interessanten Erzählungen des Bootsführers, ehe es hieß, dass jetzt endgültig die Heimreise angetreten wird. Aber alle, die dabei waren, kamen zu dem Ergebnis, dass es eine sehr schöne und interessante Fahrt war, und Vorstand Rudi Kellermann bedankte sich sehr herzlich, dass alle so gut mitgemacht haben, und, wie er sagte, würde er sich auch sehr freuen wenn beim nächsten Ausflug wieder alle mit dabei wären. Fotos

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Beschilderung der Ruhebänke
Eine unserer Aktivitäten in der Gemeinde ist die Wartung und Bereitstellung von Ruhebänken. Früher trugen einige dieser Bänke das Namensschild des Sponsors, inzwischen mussten jedoch die Holzlatten zum Teil schon mehrfach gewechselt  werden, entweder wegen Verwitterung, manchmal auch wegen Vandalismus. Da die letzten gestifteten Bänke bereits weit über 10 Jahren alt sind hat sich die Vereinsleitung entschlossen, auf jeder der inzwischen noch 10 Bänke (zwei wurden uns gestohlen) ein einheitliches Metallschild mit dem Vereinsnamen anzubringen.

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Radltour am 14.05.2015

Sehr gut besucht war diesmal unsere Radltour. Rund 20 Personen haben es sich nicht nehmen lassen dabei zu sein. Das ganze stand unter dem Motto „Fahrt ins Blaue“, was eine kleine Überraschung sein sollte, denn keiner wusste so genau, außer den Organisatoren, wo es hin geht, auch wenn allen Teilnehmern der Zielort bekannt war, denn keiner war da zum ersten mal dort. Und allen hat es (wieder ) im Biergarten des Landgasthofes Rockermeier in Unterpindhard gefallen. Der „Wettergott“ hatte ein besonderes Einsehen mit den Radlern gehabt, es war nicht zu heiß und auch nicht zu kalt, in Bayern würde man zu so einem Idealen Radlwetter mit Sonne, Wolken und moderaten Temperaturen „Wammerl Wetter“ sagen, nicht zu mager aber auch nicht zu fett, somit gut zu vertragen. Der Rückweg führte uns dann über den Geisenfelder Marktplatz, wo sich jeder bei einem Eis für die Heimfahrt stärkte. Als Organisator dieser Tour und als Schreiber dieser Zeilen hatte ich das Gefühl, dass alle rundum zufrieden waren und hoffe für das nächste Jahr wieder auf so eine gute Beteiligung und natürlich ebenso gutes Wetter.                               Anton Merkl, Schriftführer

Fotos

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Schnittkurs am 14.03.2015
Alljährlich bieten die Obst und Gartenbauvereine des Landkreises einen Obstbaum- und Sträucherschnittkurs an. Auch der Rohrbacher Verein ist bei dieser Tradition mit dabei. Rund 20 Personen, Neulinge wie auch „Stammgäste“, trafen sich kürzlich auf der Streuobstwiese von Josef Schleghuber, um von Kursleiter Heinz Huber theoretisch wie auch praktisch in diesem Metier unterrichtet zu werden. Die anfängliche Scheu war schnell überwunden und es wurden viele Fragen an den Kursleiter gestellt. Beim praktischen Teil musste von den Teilnehmern eine gewisse Zurückhaltung erst noch überwunden werden, aber auch das klappte dann. Bei Kaffee und Kuchen in der Gartenhütte von Josef Schleghuber klang dieser Vormittag aus und zweiter Vorstand Hans- Peter Homann bedankte sich bei allen für ihr Kommen zu diesem Schnittkurs. Fotos

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Ruhebänke
Wie jedes Jahr haben Hr. EHRL, Hr. HOMANN und Hr. PAUL vom Obst- und Gartenbauverein heuer wieder die 10 vereinseigenen Ruhebänke aufgestellt. Die Standorte sind die gleichen geblieben wie letztes Jahr (siehe hier). Kurz nach der „Bankaktion“ erreichte uns folgende Email für die wir uns ganz herzlich bedanken:

Sehr geehrte Damen und Herren,
als Rohrbacher Bürger möchte ich Ihnen ein kurzes positives Feedback geben:

Mir ist aufgefallen, dass vor Kurzem einige Sitzbänke in Rohrbach wieder aufgestellt wurden, die über die Wintermonate verschwunden waren. Zwei der schönsten Bänke in Rohrbach (am Wehr an der Ilmstraße und am oberen Teil des „Sees“ an der Bahnhofstraße) habe ich besonders vermisst.

Oft sind es die Kleinigkeiten, die den öffentlichen Raum deutlich aufwerten und diese werden von aufmerksamen Bürgern durchaus wahrgenommen. Für den Service des Wiederaufstellens und des Kümmerns um die Bänke möchte ich Ihnen einen herzlichen Dank aussprechen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Andreas Schellberg

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Ramadama am 07.03.2015
Auch heuer haben wieder fleißige Hände aus den Reihen des Obst- und Gartenbauvereins an der „Ramadama“-Aktion des Landkreises Pfaffenhofen, an der sich alle Gemeinden und Vereine des Landkreises anschließen, teilgenommen. Diese Aktion ist jährlich fast wirklich nötig. Es ist Jahr für Jahr das gleiche Bild vom „nix dazu lernen“ der Menschen der Natur gegenüber. Manchmal hat man das Gefühl, wenn diese Veranstaltung in den Medien angekündigt wird, dass die Natur erst recht zugemüllt wird, denn „die anderen“ räumen ja an diesem Tag wieder alles weg. So haben wir auch heuer wieder im kleinen Kreise an dieser Sache teilgenommen, und so wird das auch in den nächsten Jahren sein, denn dass Umweltsünder plötzlich aussterben ist zwar fraglich, wenn auch wünschenswert, wäre aber dennoch ein Wunder.

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Jahreshauptversammlung am 16.01.2015
Bericht von Hr. Kollmeier (Hallertau INFO) siehe hier (PDF).

Zahlreiche Gäste konnte Vorstand Rudi Kellermann, auf unserer diesjährigen Jahreshauptversammlung begrüßen. Allen voran Bürgermeister Herrn Peter Keck, die ehemalige zweite Bürgermeisterin Lotte Daniel, Anne Fishburn, die auf dieser Veranstaltung auf eine geplante Reise 2016 nach Cornwall/England hinwies, die Vertreter der Presse, Hr. Kollmayer von der „Hallertauer Info“, sowie Fr. Ermert vom Pfaffenhofener Kurier. Ganz besonders wurde natürlich der Referent des Abends, Hr. Thomas Janscheck begrüßt, der mit einem äußerst interessanten Vortrag aufwarten konnte.

Es folgte nun der Tätigkeitsbericht von Vorstand Kellermann. Dieser hielt einen kurzen Rückblick auf das abgelaufene Jahr 2014, sowie auf eine kurze Vorschau über die Aktivitäten des Vereins in diesem Jahr, wovon besonders die geplante 3-tägige Fahrt nach Berlin in den Vordergrund trat. Kassier Hr. Paul trug anschließend den Kassenbericht vor, er konnte einen soliden Kassenbestand vorweisen, der von den beiden Kassenprüfern Hr. Kliegl und Hr. Fuchs bestätigt werden konnte.

Nun aber hieß es „Bühne frei“ für den Referenten des Abends, Thomas Janscheck. „Die Natur im Jahreskreis – Legenden und Geschichten“ so der Titel seine Vortrags. Am Anfang haben sich so manche Besucher überlegt, um was es da eigentlich gehen würde, aber im Verlauf des Vortrags wurde dann schon klar, auf was Thomas Janscheck hinaus wollte. In humorvoller Art und Weise ging er auf die verschiedenen Pflanzen und Bäume unserer Heimat ein, nicht nur mit dem wirtschaftlichen Auge gesehen, sondern auch im Zusammenhang mit der Volkskunde, die unsere Heimat doch so sehr prägt.
Der Holunder galt früher als „Übergang“ vom Diesseits ins Jenseits, auch galt er als „Schutzbau“ für Haus und Hof. Symbolisch zeigt sich das im Märchen von der Frau Holle, der Hollerstrauch, so Janscheck. Er sagte den Zuhörern auch, wenn man einen Hollerstrauch pflanzen will, keinen Wildholunder zu pflanzen, sonder lieber die österreichische Sorte „Haschbergstrauch“, da diese Sorte nicht so groß wir, und einen besseren Ertrag hat. Das Johanniskraut, so der Referent weiter, woher hat es seinen Namen?? Es hat mit dem Tod von Johannes dem Täufer zu tun, denn die Knospen färben sich beim zerreiben Blutrot, und wurde früher für die äußere Wundbehandlung verwendet. Auch hat man Kränze daraus geflochten, und sie auf dass Hausdach geworfen, um den „Roten Hahn“, die Feuersbrunst abzuwenden.
Die Linde war früher ein viel gepflanzter Baum in den Gehöften und Ortschaften, und ist auch heute noch der meist besungene Baum in Deutschland. Er ist ein Baum des Friedens, und der am spätestens blühende Baum im Jahr, der aber auch einen geschmackvollen Tee, den Lindenblütentee liefert, und dessen Holz ein ausgezeichnetes Schnitzholz abgibt. Janscheck fragte die Zuhören auch, wer denn wisse warum die Pflanzen und Bäume unterschiedlich blühen?? Es ist die Sonne die diesen Prozess beeinflusst.
Er ging auch auf die Bäume des Waldes ein, die Föhre zum Beispiel. Das Harz der Föhre brauchte man, um die Lagerkisten für Lebensmittel abzudichten. Die Kiefernnadeln hingegen würden früher ausgekocht, die dabei auf mühsame Art und Weise gewonnenen Fäden wurden zusammen mit Thymian in Kissen gestopft, um als Kopfkissen zu dienen. Gerade im damaligen „Armenhaus“ Bayerns, dem Bayrischen Wald, waren solche Kissen gerade bei den Kindern weit verbreitet, daher kam dann auch die Bezeichnung „Waldwolle Kinder“. Der Walnussbaum, so Janscheck weiter, dessen Blätter waren ein ideales Mittel um Mäuse fern zu halten. Die Erdmieten wurden damit „eingewickelt“. Auch der Fuchs wurde von ihm lobend erwähnt, frisst doch ein Fuchs bis zu 1500 Mäuse im Jahr und als „Gesundheitspolizist“ ist der Fuchs in der Natur sowieso nicht wegzudenken.

Wie wurde die Kornelkirsche im Volksmund betrachtet? Diese Frage stellte Janscheck in die Runde, und um diesen Bezug herzustellen stimmte er das alte Volkslied „Springt der Hirsch übern Bach“ an, und so mancher in dieser Runde kannte das Lied noch. Weihrauch Myrrhe und Safran waren die Gaben der drei Könige an das Jesuskind. Aber warum Safran, und nicht Gold?? Safran, der auch heute noch als einer der teuersten Gewürze weltweit gilt, wurde damals mit Gold aufgewogen, und so heißt es heute: „Sie brachten ihre Opfer dar, mit Gold, Weihrauch, und Myrrhe“. Überhaupt waren Gewürze damals sehr teuer, Indien war schon sehr früh „Gewürzlieferant“ für die westliche Welt, und nachdem die Türken einst den Weg nach Indien gesperrt hatten, wurden neue Wege über das Meer erschlossen. Federführend waren hier Vasco da Gama und Christoph Kolumbus. Woher kam der Weihnachtsstern, fragte Janscheck weiter. Ein nach Kalifornien ausgewanderter Schwabe fand dort einen riesigen Weihnachtsstern-Strauch, den er durch raffinierte Züchtungen zu den bei uns jetzt wohlbekannten Weihnachtssternen entwickelte. Die Zuhören waren von diesem Vortrag fasziniert, Thomas Janscheck versteht es immer wieder, seine Vorträge auch auf humorvolle Art und Weise den Zuhörern zu vermitteln, Langeweile ist da ein Fremdwort.

Die Anwesenden bedankten sich bei Thomas Janscheck mit großem Applaus, und auch Vorstand Rudi Kellermann bedankte sich sehr herzlich bei ihm, mit der Feststellung: „Ich weiß schon, warum ich dich gerne als Referent einlade“. Fotos