Die 12 besten Heilpflanzen

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Gewürzgarten,
Die 12 besten Heilpflanzen
Kräuter richtig anwenden
Achtung: Wechselwirkungen ausschließen! Heilpflanzen haben zwar kaum Nebenwirkungen, können aber die Wirkung von anderen Medikamenten beeinflussen. So kann Cranberrysaft beispielsweise die Wirkung von blutverdünnenden Arzneimitteln verstärken. Deshalb gilt: Wer Medikamente einnimmt, sollte die Verträglichkeit daher mit seinem Arzt oder Apotheker besprechen.

Selbst sammeln oder kaufen
Einige Heilpflanzen, z.B. Lindenblüten, kann man in der Natur sammeln. Aber: Verwenden Sie niemals Pflanzen, die Sie nicht eindeutig identifizieren können. Zudem können wild wachsende Pflanzen mit Schadstoffen belastet sein oder einen stark schwankenden Wirkstoffgehalt haben. Aus diesem Grund ist die Verwendung von Heilpflanzen aus der Apotheke sicherer.

Trocken lagern
Heilpflanzen, die selbst gesammelt oder gezüchtet wurden, lassen sich nach der Ernte am besten getrocknet lagern. So geht’s: Fassen Sie die Pflanzen zun einem Bund zusammen und hängen diesen kopfüber auf. Nach dem Trocknen klein reiben und am besten in einem Glas mit Schraubverschluss – vor Licht geschützt – aufbewahren.

  1. Bartflechte gegen Nebenhöhlenentzündung
    Sie wirkt gegen Bakterien, die Nsennebenhöhlen- und Mandelentzündungen auslösen.
    Anwendung: Dreimal täglich je 3 bis 4 ml Bartflechtentinktur (Apotheke) mit Wasser einnehmen.
     
  2. Sonnenhut für die Mundschleimhäute
    Die Wirkstoffe gelten als schmerzlindernd und bekämpfen sowohl Viren als auch Bakterien.
    Anwendung: 30 Tropfen Tinktur (Echinacea, Apotheke) im Mund behalten, bis reichlich Speichel fließt. Dann verteilen und nach 30 Sekunden herunterschlucken. 3- bis 4-mal täglich wiederholen. 
  3. Kapland-Pelargonie hilft den Bronchien
    Ein Extrakt dieser Pflanze stärkt die Fresszellen unseres Immunsystems und sorgt so dafür, dass Krankheitserreger abgetötet werden. Gleichzeitig überziehen die Stoffe unsere Schleimhäute mit einem Schutzfilm. Dadurch können sich Keine schlechter anheften. Studien zeigen, dass eine Bronchitis um bis zu zwei Tage verkürzt wird (Prüfpräparat Umckaloabo, Apotheke).
    Anwendung: Als Kapseln oder Tropfen einnehmen.
     
  4. Thymian stillt den Husten
    Sein ätherisches Öl hilft bei Husten und festsitzendem Schleim in den Atemwegen. Darüber hinaus wirkt er entzündungshemmend – die Erkältung heilt besser aus.
    Anwendung: Einen Becher Tee (Reformhaus) alle drei Stunden möglichst heiß trinken. 
  5. Cranberrys lindern Blasenentzündung
    Ihr Wirkstoffe verwandeln stäbchenförmige Bakterien in kugelförmige Gebilde. Dadurch verlieren sie die Haftung und können mit dem Urin ausgeschieden werden.
    Anwendung: Täglich ein Glas Direktsaft trinken. 
  6. Lindenblüten helfen bei Fieber und Insekten
    Ärzte wissen heutzutage, dass die Blüten Abwehrzellen stärken und schweißtreibend sowie fiebersenkend wirken.
    Anwendung: 4 TL getrocknete Blüten in 1 l kochendes Wasser geben, nach 5 Min. absieben und über den Tag verteilt trinken. 
  7. Kümmel beruhigt Magen und Darm
    Als Öl lindert er Bauchweh und bekämpft das Geschwüre auslösende Darmbakterium Helicobacter pylori.
    Anwendung: 5 Tropfen Öl (Apotheke) auf ein Stück Würfelzucker geben, im Mund zergehen lassen. 
  8. Zwiebel bekämpft Schnupfen
    Der Wirkstoff Allizin lindert Entzündungen und tötet Bakterien ab – egal, ob bei Husten oder Schnupfen.
    Anwendung: 1 Zwiebel klein schneiden, mit 150 ml Wasser aufkochen, abkühlen lassen, 2 Esslöffel Honig hinzufügen. Nach 30 Minuten durch ein Sieb gießen. Mehrmals täglich 1 TL nehmen. 
  9. Petersiliensäckchen gegen Mittelohrentzündung
    Der enthaltene Farbstoff Luteolin sowie das ätherische Öl Eugenol lindern nachweislich Entzündungen im Körper.
    Anwendung: 2 Hände voll Petersilie (glatt oder kraus) sehr fein schneiden, auf die Mitte eines Tuchs geben, Stoff darüberschlagen und das Päckchen auf das Ohr legen. 
  10. Gewürznelken bei Zahnschmerzen
    Die in den Nelken enthaltenen ätherischen Öle wirken nicht nur schmerzlindernd, sondern bekämpfen außerdem Bakterien und Viren. Dank dieser Heilkräfte haben sie sich besonders bei Zahnschmerzen bewährt.
    Anwendung: Einfach eine Nelke auf den schmerzenden Zahn legen und zubeißen. Ist das nicht möglich, können Sie die Nelke auch neben den Zahn in die Wangentasche legen. 
  11. Augentrost bei Bindehautentzündungen
    Dank seiner antibakteriellen Stoffe wirkt er gut gegen Bindehautentzündungen.
    Anwendung: Nur sterile Zubereitungen (Apotheke) nutzen. 2- bis 3-mal täglich je einen Tropfen in das betroffene Auge geben. 
  12. Minzöl gegen Mundgeruch
    Pfefferminzöl (Apotheke) bekämpft Bakterien und Entzündungen im Mundraum und damit auch störende Gerüche.
    Anwendung: Jeden Morgen beim Zähneputzen ein bis zwei Tropfen ins Zahnputzwasser geben, kräftig damit spülen und gurgeln.

Quelle: Fernsehwoche 16/2016, Seite 12ff

Letzte Änderung am 23.04.2016 TbF