Aktuelles 2018

 Aktuelles vom Verein 2018

Jahreshauptversammlung (26.01.2018)

Zahlreiche Gäste konnte Rudi Kellermann, Vorstand des Rohrbacher Obst.- u. Gartenbauverein, bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung begrüßen. Besonders begrüßte er den Referenten des Abends, Prof. Dr. Hans- Joachim Leppelsack, 1. Vorsitzender vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern und den 1. Bürgermeister Peter Keck mit Gattin. Nach einem kurzen Totengedenken nahm Kellermann Rückblick auf die Vereinsaktivitäten im abgelaufenen Jahr 2017, sowie eine kleine Vorausschau auf die geplanten Unternehmungen im Jahr 2018 vor. Detailliert ging der Vorstand dabei auf den dreitägigen Ausflug zum Bodensee im September ein. Dieser Ausflug, so Rudi Kellermann, ist bereits ausgebucht, der Bus ist voll. Das ist erstaunlich, sehr erfreulich und schön, wenn die Mitglieder und Interessenten daran Gefallen finden, an so einem Ausflug teil zu nehmen, noch dazu wo wir die Werbetrommel noch gar nicht „gerührt“ haben und die Mitglieder nach Erhalt des diesjährigen Jahresprogrammes sofort reagiert haben, so Kellermann. Weiter ging die Veranstaltung mit dem Kassenbericht von Kassier Karl Paul. Dieser konnte eine gute solide Kassenführung vorweisen, die auch von den beiden Kassenprüfern Konrad Kliegl, sowie Robert Fuchs bestätigt wurde. Karl Paul ging dann noch kurz auf die „Kindergartenaktion Streuobstwiese“ ein, die in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten „Löwenzahn“ durchgeführt werden soll. Nun übergab Rudi Kellermann das Wort an den Referenten des Abends, Prof. Dr. Hans- Joachim Leppelsack aus Pfaffenhofen. Dieser stellte sich den Gästen kurz vor, und begann dann mit seinem grandiosem Vortrag über die „Vögel in unseren Gärten“ den er in einer lockeren, humorvollen und kurzweiligen Art und Weise vortrug. Prof. Leppelsack bezog auch das Puplikum in seinen Vortrag mit ein. Jeder der einen Vogel am Gesang erkannte, bekam eine kleine Süßigkeit als Belohnung, was ihn zu der humorigen Aussage brachte, das Vorstand Kellermann, der drei Vogelarten am Gesang erkannte, aufpassen muss, das er nicht zu viel Süßes ist. Die heimischen Vögel haben es heutzutage erheblich schwerer als noch vor Jahren. Mit ein Grund ist der, so Prof. Leppelsack, dass 85% der Insektenmasse in den letzten 20 Jahren durch den Einsatz von Pestiziden verschwunden ist. Sie können das sehr gut feststellen wenn sie im Sommer ihre Autoscheibe anschauen, und zurück denken wie so eine Autoscheibe noch vor Jahren aussah, es klebten erheblich mehr Insekten daran als heute. Durch das Verschwinden vieler Insektenarten hat auch zum Beispiel der Igel Überlebensprobleme. Es werden weniger Igel tot gefahren als noch vor Jahren, weil auch für ihn das Nahrungspotential eingeschränkt wurde und somit die Igelpopulation weniger wird. Ein anderer Grund ist der, dass die Gärten früher weitläufiger und somit das Nahrungsangebot für die Gartenvögel größer war. Wir können, so der Referent weiter, aber trotz der kleineren Gärten heute dazu beitragen, dass die Vögel noch einen Lebensraum haben, indem wir auf jegliche Art von Spritzmittel im Garten verzichten. Die Singvögel haben sich sowieso schon sehr gut an die heutige Lebenssituation angepasst, einige Arten sind regelrecht „Spezialisten“ geworden, wie z.B. die Amsel. Früher ein reiner Waldvogel gewesen, ist sie heute hauptsächlich in den Orten anzutreffen, die auch im Winter hier bleiben, während die Artgenossen die im Wald bleiben, im Winter in den Süden ziehen. Es haben sich somit, so Prof. Leppelsack zwei Arten von Amseln entwickelt. Nach diesem sehr gelungenen Vortrag, der keine Langeweile aufkommen ließ, bedankte sich Vorstand Rudi Kellermann bei Prof. Dr. Leppelsack mit einem kleinen Präsent, und einer Spende für den Landesbund für Vogelschutz und wünschte allen Anwesenden einen guten Heimweg.   Fotos

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