Aktuelles 2019

 Aktuelles vom Verein 2019

Historische Radltour (30.05.2019)

Als die Gemeinde Rohrbach anlässlich der 1150-Jahrfeier an die Ortsansässigen Vereine mit der Bitte herantrat, mit eigenen Vorstellungen und Aktivitäten für ein gutes Gelingen der Feierlichkeiten das ganze Jahr über beizusteuern, sind bestimmt alle Vereine der Gemeinde erst einmal ins Grübeln geraten. So auch der Obst- u. Gartenbauverein. Was kann man machen, um diesen Feierlichkeiten historisch etwas beizusteuern? Nach langen Überlegungen kam man auf die Idee, die Radltour, die der Verein jedes Jahr seinen Mitgliedern und allen Radl Freunden anbietet, heuer einmal auf „geschichtlicher Basis“ anzulegen. Man einigte sich historische Plätze und Stätten entlang der Grenzen der heutigen Gemeinde Rohrbach aufzusuchen. Das Interesse daran war trotz „Geschichtsunterricht“, den Anton Merkl, der die Tour auch leitete, an jedem historischen Punkt machte, Riesengroß. Startpunkt war die Hofmarkstraße in Rohrbach.
Erste Station der Rundreise war in Fahlenbach an der Kirche St. Martin. Früher stand anstelle der Kirche die Mittelalterliche Burg, die mit den Festungsbauten von Rohrbach und Burgstall zu einer Reihe von Burgen im Ilmtal gehörte, die zur Abschreckung von Feinden in Sichtweite zueinander standen. Inmitten des Kirchenschiffes befand sich bis 1870 wo ein Umbau erfolgte, ein Turm der Burg. Über die heute gut ausgebaute und geteerte Straße dem „Schinthausweg“, der Name daher weil dieser Weg früher schwer zu befahren war, ging es weiter zur nächsten Station in Fürholzen, das als „Vurholz“ um 1200 erstmals erwähnt wurde.
St. Kastl gehört zwar nicht mehr zur Gemeinde Rohrbach, aber ein Abstecher dorthin war deshalb schon mit eingeplant, weil die dortige Wallfahrtskirche, die 1447 geweiht wurde, und die daneben stehende Wallfahrtskapelle aus dem 17. Jahrhundert, lange Zeit ein Zentrum zur Verehrung des Hallertauer Hirten- und Viehpatron St. Kastulus war. Am 1. September 1796 wurde die Gegend rund um den Kastlberg Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen Französischen und Österreichischen Truppen, die hier aufeinander trafen und großes Leid und Elend zurück ließen, wie Anton Merkl zu berichten wusste.
Nach Gambach führt ein gut befestigter Feldweg über die Autobahn. Von dort hat man einen schönen Blick in das Tal Richtung Rohrbach, in dem malerisch der kleine Ortsteil Ottersried „eingebettet“ ist. Ottersried mit seiner romanischen Kirche St. Peter und Paul, aus dem 13. Jahrhundert gehörte schon immer zum Verwaltungsbezirk der Gemeinde Rohrbach. 1403 erstmals als „Otterichsryed“ erwähnt.
Über Gambach, wo man einen kurzen Abstecher an der im 12. Jahrhundert erbauten romanischen Laurentiuskirche machte, ging es dann weiter zu den „Sieben Wegen“ eine alte Kreuzung im Wald, von der tatsächlich sieben Wege abzweigen. Ein Teil der Waldung heißt „Dreibrüderholz“, nach den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges, trafen sich hier drei Brüder aus Rinnberg, die sich nicht mehr erkannten.
Rinnberg, mit seinem berühmtesten Sohn, Johann Andreas Schmeller, dem Herausgeber des „Bayrischen Wörterbuches“ in vier Bänden, war die nächste Station auf dieser Radltour. Am Schmeller Denkmal konnten die Teilnehmer viel Interessantes über Johann Andreas Schmeller erfahren, diesmal von Sepp Spratter.
Die nächste Etappe war Rohr mit seiner Neugotischen St. Stephanuskirche, die 1878 nach dem Vorbild der Münchner Ludwigskirche errichtet wurde. Der Pfarrhof wurde 1803 vom Mordbrenner Franz Dobmayr, der nach 27 gestandenen Brandstiftungen 1811 in Pfaffenhofen hingerichtet wurde, niedergebrannt. Bei diesem Brand gingen Wertvolle Original-Manuskripte über Rohr, aus dem 10. Und 11. Jahrhundert für immer verloren. In Rohr konnte auch noch Ewald Meier geschichtlich Wissenswertes über seinen Heimatort beisteuern.
Waal war der nächste Punkt dieser Radl-Rundreise durch die Gemeinde. Die dortige Marienkirche war schon immer die best ausgestattete Kirche der heutigen Pfarrei Rohrbach. Waal war damals die reichste Pfarrei. Seit dem Mittelalter, bis Anfang der 1950er Jahre, vikariierte der Pfarrer von Waal auch Rohrbach und war somit der Zehentherr der Rohrbacher. 1198 wurde Waal durch den Ortadligen Adelpero de Waldo, ein Ministerialer des Grafen Otto von Scheyern, erstmals bezeugt.
Eigentlich hätte sich der Kreis dieser Radler-Rundreise wieder in Rohrbach schließen sollen, aber aus Organisatorischen Gründen war bereits in Ossenzhausen Schluss, so dass die Historie der alten Hofmark Rohrbach dort erzählt wurde. Ossenzhausen weist eine Reihe schöner Bauernhöfe auf. Die Nikolauskirche aus dem 13. Jahrhundert war Mittelpunkt einer eigenen Pfarrei, die ab dem 18. Jahrhundert ebenfalls von Waal aus betreut wurde. Der „Zeitler Wirt“ war lange Mittelpunkt des geselligen Lebens aus nah und fern. Ortsgründer waren die Aseno ein Dienstmannsgeschlecht. Ossenzhausen kam schon sehr früh in den Besitz der Herren von und zu Rohrbach.
Zum endgültigen Abschluss erzählte Anton Merkl noch geschichtlich Wissenswertes über Rohrbach. Die ehemals befestigte Burg wurde 1422 im Bayrischen Krieg vom Ingolstädter Herzog „Ludwig dem Bärtigen“ zerstört. Im 16. Jahrhundert erfolgte der Schlossbau. Das Geschlecht der „Rohrbecker“ stirbt mit Johann, Heinrich und Moritz von und zu Rohrbach am 23. Februar 1709 im männlichen Stand aus. Was von der Historie blieb, so Anton Merkl abschließend, ist ein selten schönes Ensemble von Schloss, alter Kirche, und dem „Alten Wirt“ ein Blickfang für Rohrbach und seine Besucher.
Anton Merkl bedankte sich bei allen Teilnehmern. Er war überrascht wie viele Mitbürger sich für die Geschichte der Gemeinde Rohrbach interessierten. „Ich hoffe dass ich euch nicht zu sehr gelangweilt habe“, so seine Schlussworte. Der Applaus aber bewies das Gegenteil.

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Apfelblütenfest auf der Streuobstwiese ()

Auch für die Vorschulkinder 2019 des Rohrbacher Kindergarten „Löwenzahn“ war kürzlich einen besonderen Tag. Der Rohrbacher Obst.- u. Gartenbauverein hatte zum „Apfelblütenfest“ eingeladen. Auf der Streuobstwiese von Josef Schleghuber in Rohrbach war bereits soweit alles vorbereitet, die verschiedenen Apfelbaum-Sorten standen zwar nicht mehr in voller Blüte wie letztes Jahr, aber für diese Veranstaltung hat es gerade noch gereicht. In vier Gruppen konnten die Kinder die verschieden Apfelsorten und Bäume kennen lernen. Auch wurde den Kindern interessantes geboten, Sepp Schleghuber zeigte wie das Gras früher gemäht wurde. Nicht mit dem Rasenmäher, sondern mit der Sense, ein Vorgang der die Kinder beim Zuschauen sehr beeindruckte, weil die wenigsten heutzutage noch eine Sense kennen. Aber auch spielerisch durften sie sich betätigen. Angefangen von „Baumrinden Rubbel-Bildern, über das Betrachten von Blüten, Blumen und Insekten mit der Becherlupe unter dem Motto „was da kreucht und fleucht“, bis hin zum Spiel „Fledermaus fängt Schmetterling“, war für alle was dabei. Nach einer Stärkung mit Apfelkuchen und Apfelschorle ging es wieder unter Aufsicht aller Begleiter zum Kindergarten zurück.

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Anpflanzung der historischen Sträucher (13.04.2019)

Im Rahmen der 1150-Jahrfeier der Gemeinde Rohrbach, trägt auch der Obst.- und Gartenbauverein tatkräftig dazu bei, für ein gutes Gelingen der Feierlichkeiten das ganze Jahr 2019 über. „Anpflanzung historischer Sträucherarten“, hat sich der Verein auf seine Fahne geschrieben. Und am Samstag den 13.04.2019 war es dann soweit. Zahlreiche Helfer der Vereins-Vorstandschaft packten an und pflanzten Sträucher, die seit dem frühesten Mittelalter bekannt sind. U.a. die Vogelbeere der Sorte „Edulis“, die Holunder-Sorte „Haschberg“, die Schlehe der Sorte „Kreteschlehe“, die Kornelkirsche mit dem Sortennamen „Jollico“, einen Mispel Strauch mit dem Namen „Holländische Großfrüchtige“, und einen Haselnussstrauch der Sorte „Davinia“. Nach getaner Arbeit war eine kleine Brotzeit angesagt, die dann allen sehr wohl geschmeckt hat. Der Obst.- u. Gartenbauverein bedankt sich bei allen Beteiligten, allen voran Herrn Bürgermeister Peter Keck, sowie der Gemeindeverwaltung, die die Kosten der Sträucher übernommen hat, recht herzlich. Ein großes Dankeschön auch an die Landschaftsgärtnerei Stefan Arndt, die die Pflanzen bestellt und geliefert hat, sowie Heinz Huber für die fachliche Beratung.

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Vorschulkinder-Aktion: Apfelbaum pflanzen – Gruppe 2 (09.04.2019)

Ebenfalls viel Spaß an der Pflanzaktion hatten die Kinder der zweiten Kindergarten Gruppe, die die nächsten beiden Apfelbäume dann am 09.04.2019 pflanzte. Noch viel fleißiger und tatkräftiger als die erste Gruppe, obwohl auch die sehr  engagiert mitmachten, gingen sie auf der Streuobstwiese an der St.-Kastulus-Straße ans Werk. Unter fachlicher Aufsicht von Heinz Huber buddelten die Kinder die zwei Pflanzlöcher für die Apfelbäume aus. Auch diese zwei Pflanzlöcher hatte Karl Paul  schon etwas „präpariert“ und aufgelockert, so dass die Arbeit für die Kinder mit ihren Buddelschaufeln und unseren mitgebrachten Spaten erleichtert wurde. Nach getaner Arbeit gab es wieder Apfeltee und Apfelkuchen, so dass auch diese Kindergarten Gruppe gestärkt  den Fußmarsch zurück zum Kindergarten antreten konnte.

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Vorschulkinder-Aktion: Bienenkoffer (02.04.2019)

Im Rahmen unserer Vorschulkinder-Aktion konnten wir nach der ersten Apfelbaum-Pflanzaktion, wieder Manfred „Mensch“ Mayer mit seinem „Allwissendem Bienenkoffer“ im Kindergarten „Löwenzahn“ begrüßen. Auch die Vorschulkinder 2019 waren schon wie ihre Vorgänger im Jahr 2018 begeistert von Manfred „Mensch“ Mayer und seiner Art Wissenswertes über die Bienen und auch den Wildbienen zu berichten. Manfred „Mensch“ Mayer hatte wiederum alles schon vorbereitet. Die Kinder folgten interessiert seinen Ausführungen. Auch da bleibt für uns zu hoffen, dass auch die Vorschulkinder 2019 die Bienen jetzt mit „anderen Augen“ sehen und auch die Angst vor diesen mehr als nützlichen Insekten verlieren. Das hat Manfred „Mensch“ Mayer schon letztes Jahr vorbildlich geschafft und wir sind guter Dinge dass dieses auch heuer wieder hervorragend klappt.

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Vorschulkinder-Aktion: Apfelbaum pflanzen (26.03.2019)

Im letzten Jahr hat der Obst- und Gartenbauverein Rohrbach im Rahmen des Kinder- und Jugend-Wettbewerbs 2018 „Streuobst-Vielfalt – Beiß rein!“ innerhalb des Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege e.V. diverse Aktionen mit der Vorschulgruppe des Kindergartens Löwenzahn durchgeführt.
2019 werden diese Aktionen mit der nächsten Vorschulgruppe des Kindergartens Löwenzahn wiederholt. Die erste Aktion fand am 26.03.2019 auf der Streuobstwiese der Gemeinde statt. Dabei wurden zwei von der Gemeinde Rohrbach gesponserte Jubiläumsbäume – ein Gravensteiner und ein Florina – gepflanzt.
Viel Spaß an der Pflanzaktion hatten die Kinder. Fleißig und tatkräftig gingen sie nach einem kleinen Fußmarsch zur Streuobstwiese an der St.-Kastulus-Straße ans Werk. Unter fachlicher Aufsicht von Heinz Huber buddelten die Kinder die zwei Pflanzlöcher für die Apfelbäume aus.Einige Tage vorher hatte Karl Paul die Pflanzlöcher schon etwas „präpariert“ und aufgelockert, so dass die Arbeit für die Kinder mit ihren Buddelschaufeln erleichtert wurde. Nach getaner Arbeit gab es Apfeltee und Apfelkuchen und die Kinder konnten den Fußmarsch zurück zum Kindergarten gestärkt antreten.
Noch ein Dankeschön an dieser Stelle an die Gemeinde Rohrbach, insbesondere an den Herrn Bürgermeister Keck, denn für die Aktionen 2018 hat die Gemeinde insgesamt 300 Euro Zuschüsse gewährt.

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Ramadama
(16.03.2019)

Wie jedes Jahr hat sich der OGV auch heuer wieder beim landkreisweiten „Ramadama“ beteiligt. Mit 11 Teilnehmern machten sie sich auf die Suche nach Abfällen. Erfreulich war, dass auch vier Kinder dabei waren.  Der Traktor mit Anhänger von Norbert war wieder eine praktische Hilfe und für die Kinder ein zusätzliches Erlebnis. Das Wetter hat sich von Nieselregen positiv zu etwas Sonnenschein entwickelt, so dass alle Teilnehmer den Einsatz zufrieden beenden konnten.

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„Streuobst-Vielfalt – beiß rein!“ – Abschlussveranstaltung (12.03.2019)

Unser Kreisverband hatte zu dieser Veranstaltung eingeladen, um ein Fazit zu den vielfältigen Streuobst-Aktionen mit Kindern zu ziehen. Elf Vereine haben sich beteiligt und ihre Aktionen dokumentiert. Beschreibungen zu unseren Aktionen sind auch unter „Aktuelles vom Verein 2018“ zu finden.

Eine Jury hat die Leistungen der einzelnen Vereine bewertet und wir wurden Dritter hinter Eschelbach und Ilmmünster.  Die Auszeichnung mit einer Urkunde konnte Karl Paul entgegennehmen. Die beteiligten Betreuer Alois und Gerda Kohlhuber, Karl und Petra Paul, Heinz Wagner, Erna Dittenheber und Anton Merkl konnten sich stolz auf einem Siegerfoto präsentieren.

 

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Schnittkurs (23.02.2019)

Auch heuer war der Schnittkurs, den der Rohrbacher Obst- und Gartenbauverein jährlich seinen Mitgliedern und Interessenten anbietet, gut besucht. Unter den rund 25 Teilnehmern, waren auch viele neue Gesichter mit dabei. Bevor unter der bewährten Hand von Kursleiter Heinz Huber der praktische Teil angegangen wurde, war zuerst der theoretische Teil dran.  Danach konnte jeder Teilnehmer die Erfahrung machen, dass zwischen Theorie und Praxis ein deutlicher Unterschied ist. Auch wenn manche dann etwas zögerlich ans Werk gingen, Heinz Huber stand mit Rat und Tat zur Seite. Sei es theoretisch, praktisch, oder auch im Beantworten der vielen Fragen, die an ihn herangetragen wurden. Nach diesem Schnittkurs bei schönstem, aber dennoch kühlem Vorfrühlingswetter, wärmten sich die Teilnehmer bei einem kleinen Umtrunk mit Kaffee und Kuchen in der Hütte von Josef Schleghuber, der auch heuer seine Streuobstwiese zur Verfügung stellte, wieder auf. Vorstand Rudi Kellermann bedankte sich bei allen Teilnehmern für ihr kommen und merkte an, dass auch im nächsten Jahr wieder ein Schnittkurs stattfinden wird. In diesem kann man dann sein bisher erworbenes Wissen über den Obst- und Sträucherzuschnitt jederzeit wieder auffrischen.

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Jahreshauptversammlung 
(25.01.2019)

Zahlreiche Mitglieder und Gäste, konnte der 1. Vorstand Rudi Kellermann vom Obst.- und Gartenbauverein Rohrbach auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung begrüßen. Es war nicht nur die erste Veranstaltung des Vereins in diesem Jahr, sondern zugleich die erste Veranstaltung im Rahmen der Feierlichkeiten zur 1150 Jahrfeier die Rohrbach heuer begeht und die die Gemeinde das ganze Jahr über begleiten werden. Besonders begrüßte der Vorstand den Referenten des Abends, Herrn Dipl. Ing. Thomas Janscheck, auf dessen Vortrag die Gäste schon sehr neugierig waren. Nach einer Schweigeminute für die verstorbenen Mitglieder im Jahr 2018, unternahm Rudi Kellermann noch einen kleinen Rückblick auf die Vereinsaktivitäten, die im Jahr 2018 unternommen wurden, sowie eine kleine Vorschau auf die geplanten Unternehmungen im Jahr 2019. Besonderes Augenmerk lenkte er dabei auf den 3 Tages Ausflug nach Thüringen, der im Juni stattfinden soll, sowie auf den „Gartlerstammtisch“, der seit rund einem halben Jahr jeden ersten Dienstag im Monat beim „Alten Wirt“ in Rohrbach  stattfindet. Dieser Stammtisch, so Kellermann soll ein ungezwungenes Treffen für die Mitglieder und alle Interessenten sein, die Fragen „rund um den Garten“ haben. Einfach eine Zusammenkunft zum Erfahrungsaustausch was Gartenbau betrifft.

Es folgte nun der Kassenbericht von Kassier Karl Paul. Dieser konnte einen soliden Bericht über eine sehr sorgsam geführte Vereinskasse vorweisen, was die beiden Kassenprüfer Robert Fuchs und Konrad Kliegl nur bestätigen konnten. Des weiteren informierte der Kassier die anwesenden über die Kindergartenaktion „beiß rein“ die das ganze Jahr 2018 über eine herausragende Aktion, angefangen von Apfelbäume pflanzen, über Nistkästen bauen und aufhängen, Informationen über die Bienen durch Manfred „Mensch“ Meier, bis hin zum „Erntefest“ im Oktober war. Diese Veranstaltungen sollen auch 2019 weitergeführt werden.

2. Vorstand Hans-Peter Homann hatte nun die Aufgabe eine Ehrung vorzunehmen. Diese Ehrung wurde nachgeholt, da der Jubilar auf der Herbstversammlung 2018 nicht anwesend sein konnte. Er gratulierte dem 1. Vorstand Rudi Kellermann für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit mit einer Urkunde, sowie der Ehrennadel in Gold. Dann machte Homann noch kurz auf das Volksbegehren Artenvielfalt, Rettet die Bienen, aufmerksam, bei dem man sich vom 31.01.- 13.02.19 im Rathaus unter mitbringen des Ausweises eintragen kann. Genaueres, so Homann wird am kommenden Freitag 01.02.19 um 19.00 Uhr, Prof. Hans Joachim Leppelsack beim „Alten Wirt“ in Rohrbach darüber bekannt geben können, so Homann, der nun das Wort an den Referenten des Abends, Thomas Janscheck übergab.

Dieser konnte mit einem tollen Vortrag die Gäste begeistern. „Karfiol u. Paradeiser, Kulturgeschichte und gemeinsames Erbe der Gartenpflanzen“. In seiner lockeren und humorvollen Art einen Vortrag zu halten, hatte Thomas Janscheck die Zuhörer sofort auf seiner Seite, hier ein kleiner Streifzug daraus. Er begann seinen Vortrag mit einer Frage. Weiß jemand was „Dirlbirl“ sind? Die älteren unter den Gästen wussten es durchaus, aber die jüngeren mussten passen. Es ist die Kornelkirsche so Janscheck, sie ist die älteste Kulturpflanze Europas, sie hat sogar die Eiszeit überlebt, so seine Ausführung. „Vespulus Germanika“, die Mispel, im Volksmund auch „Asperl“ genannt, steht der Kornelkirsche um nichts nach, auch sie ist eine alte Kulturpflanze, die sich bestens zur Marmeladengewinnung eignet. Die Pimpernuss wurde für Arbeiten religiöser Ritualgegenstände verwendet, wie z.B. dem Rosenkranz. Auch die „Gogoloribirn“ ist eine sehr alte Birnensorte, die bei uns heute kaum noch bekannt ist. Viele Pflanzen, Kräuter und Getreidesorten haben die alten Römer zu uns gebracht, so Janscheck. Die Hirse war im Mittelalter das Hauptstandard Getreide in ganz Bayern. Der Hopfen hat seinen Ursprung in China, die Kartoffel ist aus Südamerika, letztere wurde in Bayern erst durch den Architekten des Englischen Gartens in München, dem Amerikaner Benjamin Rumford populär. Die sogenannte „Rumford Suppe“ ist eine einfache Kartoffelsuppe. Fremd war ja die Kartoffel im 18. Jahrhundert bei uns nicht mehr, so Janscheck. Aber sie wurde von der Bevölkerung gemieden, Grund war der, alle Frucht die unter der Erde wächst, ist „Teufelszeug“. Der Aberglaube war damals noch fest verankert, und konnte erst durch Anordnung der Obrigkeit etwas entschärft werden, so dass die Kartoffel ihren endgültigen Siegeszug antreten konnte.  Auch die Essgewohnheiten der alten Römer hat Thomas Janscheck kurz beleuchtet. Es ist schon kurios, meinte er. Bis heute gibt es in Bayrischen Gefängnissen keine Speisen oder Gebäck, in denen Mohn enthalten ist. Aber der „Papaver“, ein Mohnbrei, war der Brei den die Römer ihren Kindern zu essen gaben. Unter dem Gelächter der anwesenden merke er an, das die alten Römer auf diese Art und Weise ihre Kinder „ruhig“ gestellt haben. Viele Pflanzen, Bäume und Gewürze die von den Römern her stammen sind bei uns heute Gang und Gäbe, wie der Salbei, Knoblauch, Rosmarin oder der Liebstöckel und gehören zum Alltag, so Janscheck. Der Referent machte aber auch darauf aufmerksam, dass 80% der heimischen Pflanzen eine Insektenbestäubung brauchen, was man bei dem momentanen Insektensterben nicht vergessen soll. Ohne Bestäubung keine Frucht an den Pflanzen. Und ohne Insekten haben es auch die heimischen Vögel schwer zum überleben. Es gab großen Applaus für diesen gelungenen Vortrag. Rudi Kellermann bedankte sich bei Thomas Janscheck und den Gästen, und merkte noch an, dass man dem Referenten immer zuhören kann, und die Gäste haben aufmerksam zugehört.

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